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Erst würde er ein leckeres Frühstück zu sich nehmen, dann die Umgebung erkunden und zum Abschluss würde er noch austesten, was hier abends so interessantes passierte.

Aber erst einmal musste er sich um ein ordentliches Frühstück kümmern. Dort würde sich sicherlich etwas Gutes zu Essen finden lassen. Leon hatte ihnen gestern gesagt, dass trotz den von Crispin gewünschten Unterkünften, alle anfallenden Kosten auf ihn gingen.

So auch Fynns Frühstück und sämtliche sonstige Ausgaben. Recht am Anfang des Marktplatzes, fand er eine kleine Taverne, die recht vielversprechend aussah.

Dort schlug er sich dann den Bauch voll, bis er das Gefühl hatte, gleich zu platzen. So viele schöne Dinge gab es hier. Vom Viehhandel, über Lebensmittel und Schmuck, bis hin zu Waffen und andere Gebrauchsgegenständen.

Neugierig blieb er an einem der Stände stehen, als ihm ein kleines Schmuckstück ins Auge sprang. Sie war wunderschön.

Fynn konnte einfach nicht widerstehen. Ein Schauer lief seinen Rücken hinab, bevor er sich langsam, dennoch mit einem gewissen Abstand zu dem Unbekannten, umdrehte.

Fynn hatte ihn nicht kommen hören, doch bei den Menschenmassen war dies auch nicht gerade verwunderlich. Sein Gegenüber war wunderschön, alles passte bei ihm zusammen.

Trotzdem war es ihm ein wenig unangenehm, von einem Fremden solch ein Kompliment zu bekommen. Vielleicht lag es auch daran, dass er das Gefühl hatte, dass dieser nicht ganz ungefährlich war.

Was Fynn aber definitiv wusste war, dass der hübsche Unbekannte ein Werwolf war. Also auf jeden Fall eine Bedrohung für ihn.

Der kurze Blick des Fremden in Richtung aus der der Ruf stammte verriet Fynn, dass es wohl dessen Freund sein musste und er der Angesprochene war.

Etwas unwohl rieb Fynnley sich über die leichte Gänsehaut, welche sich durch diese Begegnung auf seinen Armen ausgebreitet hatte. Etwas sagte ihm, dass er sich wohl besser von dem Fremden fernhalten sollte.

Fynnley beschloss, Cris später zu fragen, ob er ihm das Geld für die hübsche Kette leihen würde. Dieses Schmuckstück hatte ihm wirklich sehr gut gefallen.

Der Rest des Tages verlief ohne weitere nennenswerte Ereignisse. Als es am Abend langsam zu dämmern begann und der Wind auffrischte, wollte er sich auf den Weg zurück zu der Gaststätte machen.

Durch seine rasche seitwärts Bewegung wurde seine Hand allerdings abgefangen, bevor sie ihr Ziel erreichen konnte. Sein Arm wurde ihm blitzschnell schmerzhaft auf den Rücken gebogen.

Ein Schmerzlaut unterdrückend, versuchte er sich aus dem eisernen Griff des Angreifers zu lösen, welcher ihn an die kühle Steinmauer drückte ohne eine Möglichkeit sich zu befreien.

Keine Reaktion. Stattdessen spürte er einen warmen Atem in seinem Nacken. Angewidert verzog er sein Gesicht.

Fynn konnte hören, wie der Unbekannte hinter ihm tief seinen Duft durch die Nase einsog. So stark wie dieser Typ war, konnte er definitiv kein Mensch sein.

Zu Leons Männern schien er aber ebenfalls nicht zu gehören. Kein Mitglied des Clans würde es wagen, Hand an ihre Gäste zu legen. Gerade während die heiklen Verhandlungen geführt wurden.

Das würden sie ja noch sehen. Fynn holte aus und trat blindlings nach hinten aus, nur um kurz darauf ein schmerzhaftes Keuchen zu vernehmen.

Er musste seinen Angreifer genau aufs Schienbein getroffen haben. Das war seine Chance. Als der sonst so unnachgiebige Griff des Anderen sich zu lockern begann, entriss er ihm seinen Arm drehte sich um und holte noch einmal zu einem weiteren Schlag aus.

Doch der Andere war flink und griff bereits erneut nach seiner Schulter. Fynn vernahm ein leises Knirschen und fühlte, dass sein Armknochen gleich brechen würde, wenn er das noch einmal machen würde.

Aber seine Gegenwehr war zwecklos. Nur zu gerne würde er sich in dem Moment die schmerzende Schulter halten. Im nächsten Moment mobilisierte er seine letzten Kräfte und konnte er seinem Peiniger einen harten Schlag in die Magengrube versetzen, doch der Fremde krümmte sich nur einen Augenblick vor Schmerzen, bevor er zurückschlug und Fynns Kopf mit solch einer Wucht gegen die Mauer schlug, dass ihm schwarz vor Augen wurde.

Fynn versuchte gegen den dunkeln Schleier anzublinzeln, welcher sich vor sein Blickfeld schob und ihm die Sicht raubte. Der Schlag hatte gesessen und würde ihm am darauf folgenden Tag ordentliche wohl ein paar Kopfschmerzen bereiten.

Aber erst einmal musste er das Ganze hier ohne weitere Schäden überstehen. Auf einmal wurde sein Angreifer von ihm weggerissen. Und das keinen Moment zu früh, denn der Jüngere konnte sich nicht mehr länger auf den Beinen halten.

Blind tastete er nach der Mauer hinter sich. Fynn hielt sich dabei seinen schmerzenden Hinterkopf, während er gegen die lähmende Dunkelheit, die vor seinen Augen tanzte, ankämpfte.

Er durfte nicht ohnmächtig werden. Noch war der Kampf nicht vorbei. Das Einzige, das er im Moment wahrnahm, war sein Gehör, das ihm eindeutige Kampfgeräusche aus seiner Umgebung zutrug und ihm vermittelte, dass ihm jemand zu Hilfe geeilt war.

Nur langsam gekehrte seine Sicht zurück. Trotz seiner noch recht verschwommenen Wahrnehmung, versuchte er sich langsam aufzurichten.

Leider hatte er immer noch recht weiche Knie, die ihn nicht tragen wollten. Fynnley kippte nach vorne, wurde aber von zwei starken Armen aufgefangen.

Sofort versteifte sich der Blondhaarige und machte sich für einen weiteren Angriff bereit, doch nichts dergleichen geschah.

Die Arme hielten ihn nur fest und halfen ihm, sich wieder aufzurichten. Sie kam Fynn bekannt vor, konnte sie aber im Moment nicht richtig zuordnen.

Dennoch begann er sich langsam zu entspannen. Er glaubte dem Fremden. Auch wenn es in dieser Situation töricht erschien, er fühlte sich irgendwie geborgen.

Noch etwas benommen, löste er sich aus dem Griff des Anderen und konnte endlich wieder klarer sehen. Honigfarbene Augen blickten ihn besorgt an.

Leicht stützte er sich noch ein wenig zusätzlich an der Mauer ab, während er vorsichtig seinen Hinterkopf abtastete.

Fynnley roch Blut und erfühlte eine riesige Erhebung. Nun betrachtete er den Anderen etwas genauer. Eng schmiegte sich schwarze Kleidung an diesen eleganten Körper und honigfarbene Augen blickten ihn besorgt an.

Er brauchte nur noch einen Moment, bis ihm wieder einfiel, woher er dieses Gesicht kannte. Diese goldenen Augen würde er überall erkennen.

Das war doch der Kerl vom Markt! Was für ein Glück er doch hatte, dass gerade diese beiden in der Nähe waren. Neugierig wandte er sich noch einmal der Kampfszene zu.

Der Braunhaarige, welcher eindeutig zu seinem Bekannten hier gehörte, hatte inzwischen seinen Peiniger bezwungen und bewusstlos geschlagen.

Er bekam gerade noch mit, wie dieser sich den bewusstlosen Körper seines Angreifers wie ein Sack Kartoffeln über die Schulter warf und auf sie zu kam.

Dimitri war wirklich sehr stark. Trotz blutverschmierter und derangierter Kleidung, hatte der Unbekannte etwas an sich, das den Mischling vom ersten Augenblick an faszinierte.

Eine dunkle Hose schmiegte sich perfekt an den muskulösen Körper, während ein dunkelrotes, offenstehendes Hemd seine Augen wie magisch anzog. Er traute sich kaum den Blick zu heben.

Leichtsinnig genug von dir, zu so später Stunde alleine unterwegs zu sein! Der Andere war ganz schön unverschämt. Wobei, wenn Fynn so darüber nachdachte, hatte er vielleicht nicht ganz unrecht.

Fynn hätte es eigentlich besser wissen müssen. Die zwei hatten ihm geholfen und, sich seiner Erziehung erinnernd, wollte er sie nicht so einfach ziehen lassen, ohne sich dafür erkenntlich zu zeigen.

Ich stehe in eurer Schuld. Wie kann ich euch dafür danken? Da kam der Wolf mit den honigfarbenen Irden wieder zu Hilfe und fing ihn ab.

Auf einmal hörte er ein nachgebendes Seufze seitens Dimitris. Schweigend folgte er den beiden eine Weile auf ihrem Weg, bis ihm diese erdrückende Stille zu viel wurde.

Ob sie wohl auch zu Leons Rudel gehörten? Eigentlich ging Fynn nicht davon aus, da die Zwei doch recht ungewöhnlich für diese Gegend gekleidet waren.

Aber er traute sich nicht so recht, die beiden darauf anzusprechen. Dann aber, kratzte der junge Halbwolf all seinen Mut zusammen und fragte. Als Fynn sicher sein konnte, alleine weiter laufen zu können, löste er sich langsam aus dem helfenden Griff Andrejs.

Nun war es wohl an diesem, den anderen ein wenig zu tadeln. Ihm schien es wohl nicht ganz so recht zu sein, dass sein Freund so offen über sie redete.

Deshalb bohrte Fynn auch nicht mehr weiter nach. Er wollte die Zwei ja nicht bedrängen oder gar verärgern. Es dauerte nicht mehr lange und sie waren an Leons Anwesen angekommen.

Dimitri setzte den Kerl, der ihn angegriffen hatte, einfach vor der Tür ab. Fynn zog sich ein wenig zurück, denn er wollte nicht, dass Leon ihn sah.

Vermutlich würde dieser seinem Bruder alles erzählen sobald er ihn morgen wieder traf. So hatte er wenigstens eine kleine Chance darauf, dass Crispin nichts davon erfuhr.

Kurz warteten sie noch bis ein Angestellter von Leon ihnen die Tür geöffnet hatte und Andrej schilderte ihm in wenigen Worten das Geschehene, bevor die Zwei Werwölfe aus Turnak wieder zu ihm kamen.

Ihm ging es dank Andrej und Dimitri wieder etwas besser. Mit einem breiten Lächeln auf den Lippen reichte ihm Andrej zum Abschied noch einmal die Hand, während Dimitri sich ohne ein Wort des Abschieds auf machte.

Ach ja, lass Dimis Worte nicht zu nahe an dich heran. Für einen kurzen Moment noch, sah er seinen zwei Rettern kopfschüttelnd hinter her.

Gleich darauf bereute er diese Geste auch schon wieder, als ihn sein Kopf schmerzlich daran erinnerte, was ihm noch vor einer Stunde geschehen war.

Seufzend hielt er sich den brummenden Hinterkopf, bevor er sachte die Beule noch einmal inspizierte. Der kleine Halbling sah es schon kommen.

Das würde nicht einfach werden, die ganzen Blessuren, die seinen Körper zierten, vor seinem Bruder zu verstecken. Fast lautlos schlich er die Treppe in den ersten Stock hinauf und öffnete so leise wie möglich die Tür zu ihrem gemeinsamen Zimmer.

Vorher noch einmal kurz durchgeatmet, wappnete er sich auf einen noch wachen und vor allem beunruhigten Bruder. Neugierig spähte er um die Zimmertür.

Auf den ersten Blick war Crispin nirgends zu sehen und dadurch ermutigt, betrat er zögernd das dunkle Zimmer.

Leise schob Fynn die Tür ins Schloss doch schon im nächsten Augenblick schoss eine Hand dicht an seinem Kopf vorbei und landete mit einem lauten Rums auf der Holztür.

Mit einem kleinen Aufschrei zuckte der Kleinere zusammen und drehte sich in geduckter Haltung in Zeitlupe zu seinem Bruder um.

Die geladene Atmosphäre zwischen Cris und ihm, die in wenigen Sekunden entstanden war, war förmlich greifbar.

Wo um alles in der Welt warst du so lange? Nervös hielt er seinen Blick gesenkt, leckte sich über die Lippen und zupfte an seinem zerknitterten Hemd.

Eisern schwieg er seinen Bruder an. Unsanft griff Crispin nach seinem Kinn und zwang ihn regelrecht dazu, ihm in die Augen zu sehen.

Er hatte ja wirklich einen kleinen Stadtbummel gemacht. Prüfend wanderte dabei Crispins Blick über den Mischling mit den unterschiedlichen Iriden.

Kaum spürte Fynn wie Cris von ihm abrücke, ergriff er die Chance sofort, um etwas Abstand zwischen sie zu bringen.

Wieder senkte er ergeben seinen Blick und war dankbar dafür, sich nicht mehr direkt dem besorgten, als auch vorwurfsvollen Blick seines Bruders stellen zu müssen.

Würde er ihm jetzt erzählen, was wirklich passiert war, würde es Ärger geben. Aber anlügen wollte er seinen Bruder auch nicht. Die Sorge um ihn, wich Zorn und Wut.

Entschuldigend sah er zu seinem Bruder hinüber und wartete jeden Moment darauf, dass dessen Wutausbruch doch noch kam, aber es geschah nichts.

Etwas zurückhaltend erwiderte er die klammernde Umarmung seines älteren Bruders. Er hatte Cris schon wieder so viel Kummer bereitet, dabei hatte er das noch nicht einmal gewollt.

Fynn musste schon zugeben, dass er die tröstende Umarmung von Crispin ein wenig genoss und sich jetzt sicher und geborgen fühlte. Vorsichtig begann er, sich aus der Umarmung des Anderen zu lösen, während er den Blauäugigen vorsichtig anlächelte.

Ich will keine Widerworte hören. Auf einmal konnte Crispin so kühl und beherrscht wie immer sein, aber was hatte Fynn auch erwartet?

Er würde Crispin wohl nie ganz verstehen. Langsam schritt sie mit kleinen tapsigen Schritten zum Fenster und blickte hinaus.

Sie hasste es so früh am Morgen denken zu müssen. Ihr Blick wanderte zu der kleinen Kommode auf der ihr dicker, mitternachtsblauer Kapuzenmantel mit den Siegelstickereien lag.

Dieser Sturm würde sie dann doch eher dazu verleiten im trockenen und warmen Haus zu bleiben. Weiterhin in ihre Decke gehüllt schritt sie auf das Badezimmer zu und prüfte das Wasser aus der Leitung.

Wahrscheinlich war die Warmwasserleitung wieder eingefroren. Sie seufzte. Gleich würde sie wach sein. Nein du bist zusammen mit einem starken Mann, der dich warm hält.

Ihre Atmung wurde hastiger, doch sie riss sich zusammen und biss dabei die Zähne zusammen. Nach dem ersten Moment des Schrecks und des Kälteschocks begann ihr Körper sich an die Kälte zu gewöhnen, obwohl sie nicht sagen konnte, dass ihr das gefiel.

Eher im Gegenteil. Sie begann sich abzutrocknen und fluchte über ihren Körper, der nun, da die wirkliche Kältewelle vorbei war meinte in den Schüttelfrostmodus umschalten zu müssen.

Ihre Muskeln verkrampften sich fast schmerzhaft, während ihre Zähne klappernd aufeinanderschlugen. Verflucht nochmal.

Sie verzichtete darauf den Rest ihres Körpers trocken zu reiben und hob sogleich die Decke wieder auf um sich wieder darin einzuwickeln.

Doch ihr Körper blieb davon unbeeindruckt und schlotterte weiter. Sie schüttelte den Kopf. Ihre Probleme musste man haben. Im Endeffekt hatte sie alles was sie wollte.

In anderen Gegenden des Gildenviertels sah das… anders aus. Dieses Viertel war im Vergleich sehr ruhig und dafür war sie dankbar, immerhin musste sie hin und wieder schlafen um ihre magische Energie wieder aufzuladen, die sie zum Arbeiten benötigte.

Cylara war das was man in Zalrum eine Gedankenjägerin und in anderen Teilen der Stadt eine Erinnerungsdiebin nannte.

Ein Beruf der hier sehr geehrt und überall anders gehasst und gefürchtet wurde. Sie streckte sich und schritt noch einmal zum Fenster, während sie spürte wie sich die Wärme unter der Decke allmählich wieder herstellte.

Sie atmete heiser aus und dachte darüber nach. Es würden sehr viele Wissenschaftler da sein, ein guter Ort um Erinnerungen zu stehlen und ihre Gedanken zu durchforsten.

Möglicherweise fand sie ja etwas Nützliches heraus, was ihr auf ihrem Weg weiterhelfen konnte. Aber dafür müsste sie raus in die Kälte.

Erneut seufzte sie. Hier drinnen war es zwar schön warm aber immerhin wollte sie einmal die erfolgreichste Gedankenjägerin von Inistra werden, also durfte sie die Kälte nicht scheuen.

Sie wärmte sich unter der Decke noch etwas auf und begann dann sich anzuziehen. Unterwäsche, ein Hemd, eine weiche Hose.

Sie zog einen Schal aus dunklem Stoff vom Schrank und wickelte ihn erst um ihren Hals, dann über ihre Nase.

Die Widerspenstigen Haare band sie damit am Kopf fest, erst danach zog sie den Kapuzenmantel aus dickem, Nachtblauen Stoff über und zog sich die Kapuze ins Gesicht.

Genug um nicht erkannt zu werden und zugleich konnte sie alles um sich herum erkennen. Sie öffnete die Kommode und zog ein langes Messer hervor, was in einer Lederscheide steckte.

Die Waffe steckte sie an den Gürtel, den sie sich nun über den Umhang legte. Mit tiefer Gelassenheit öffnete sie die Tür. Kalte Tage hatten eben doch etwas Gutes.

Nicht einmal hier. Erstrecht nicht hier. Was für ein beschissenes Wetter. Das brauchte wirklich niemand. Schon gar keine Wärme liebende Gedankenjägerin.

Das Fest würde früh anfangen. Izarek war, was das betraf sehr eigen. Sie fürchteten sich nicht vor Leuten wie ihr, das zeigten sie offen indem sie jedem, egal welcher Rasse oder Abstammung er war den Zugang zu ihrem Gildenterritorium erlaubten.

Man durfte sich nur nicht dabei erwischen lassen wie man Mist baute. Aber Mist bauen sollte Sie ohnehin nicht, dadurch, dass jeder Zutritt hatte, würden auch genug Jäger und Inquisitoren aus Vayrem dort sein und das war immer eine ziemlich schlechte Sache.

Diese verdammten Kopfgeldjäger aus dieser Weltverbesserergilde Vayrem. Was bildeten die sich überhaupt ein? Sie spielten die Polizei und das Gericht für jede Gilde und fühlten sich dann auch noch dafür verantwortlich fair zu handeln.

Das aller schlimmste an dieser Gilde waren die Jäger. Die Inquisitoren hatten wenigstens noch Manieren, aber die Jäger nahmen sich deutlich mehr heraus als ihnen zustand.

Fast genauso schlimm wie die Diebe hier in Zalrum. Die kühle Luft war eine Wohltat für ihre Lunge. Sie konnte sich über die Kälte beschweren wie sie wollte, aber kühle Luft mochte sie.

Ein Grinsen breitete sich unter dem Schal aus. Sie mochte das knarrende Geräusch, was entstand wenn sie auf Schnee ging.

Diese Schuhe waren jedes Kupferstück wert, was sie dafür hingelegt hatte und sie erinnerte sich gut daran, dass diese Stiefel wahnsinnig teuer gewesen waren.

Wahrscheinlich hatten sie fast so viel gekostet wie der Umhang, obwohl das sehr unwahrscheinlich war. Das kam bedauerlicherweise viel zu oft vor.

Ein dunkler Mantel zog noch mehr Idioten an, als einfache Schönheit. Beides zusammen war wirklich eine Strafe. Naja, sie hatte sich entschieden und würde diese Entscheidung nicht mehr widerrufen.

Sie war dazu bestimmt eine der erfolgreichsten Gedankenjägerinnen der Geschichte zu werden, egal was irgendjemand anderes sagte. Sie lächelte.

Den letzten Schläger, der sie angequatscht hatte, hatte sie dazu gebracht sich vor Schmerzen am Boden zu winden. Mal sehen wie kreativ sie beim nächsten sein würde.

Schwarzmagie war wirklich ein wahrer Quell der Inspiration. Mit unglaublicher Ruhe schritt sie in den engen Gassen entlang, hin und wieder erklangen Schreie um sie herum, erboste Rufe, Schmerzensschreie, Schreie der Verzweiflung, doch sie zuckte nicht einmal zusammen.

Sie war all das mehr als gewohnt. Hier im Gebiet der Gilde Zalrum gab es sowas wie Gnade nicht. Wer allerdings Geheimnisse der Gilde weiter gab, auf den wurde ein hohes Kopfgeld ausgesetzt.

Kopfgeldjäger stellten nur selten Fragen und wenn sie es taten, dann fand sich ein anderer, der dies nicht tat. Bald würde sie das Territorium der Gilde verlassen und direkt ins Territorium von Izarek eintreten.

Zalrum und Izarek trennten Welten. Es war eine Schande, aber wer wollte, sollte sich ruhig beschweren. Raonek, der Gildenführer von Zalrum stand im Ruf alle Pfählen zu lassen, deren Anliegen seine Zeit verschwendeten oder ihn langweilten.

Gut, dass ihr Mantel sie noch immer warm hielt. Sie hasste nichts so sehr wie zu frieren. Es war bereits ein wenig länger her, dass sie Zalrums Territorium verlassen hatte, aber es würde ihr schon nicht schaden.

Ohne jede Art von Unruhe schritt sie durch das Portal und betrat nun offiziell das Gebiet der Gilde Izarek. Obwohl hier nichts passierte fühlte sie sich willkommen.

Izarek machte einfach einen ganz anderen Eindruck als Zalrum, alles war neu, sah aus wie frisch in Stand gesetzt und strahlte eine Art Ruhe und Frieden aus.

Unwillkürlich musste Cylara einen tiefen Atemzug machen, der Geruch von Dampfmaschinen und schweren elektronischen Maschinerien lag in der Luft.

Ein Geruch, welcher der Luft hier in Izarek einen ganz eigenen Charme verlieh. Der Mann schaute sie leicht verdutzt an. Auf seinem Rücken hatte er ein Schwert aus schwarzem Stahl befestigt, in seinem Gürtel hing ein Messer und doch war das, was ihr am meisten auffiel das Emblem, welches an der Schulter des Mantels aufgenäht war.

Das Emblem der Jäger von Vayrem. Rylar starrte die vermummte Gestalt an. Wahrscheinlich kam sie direkt aus Zalrum. Ihn sollte es nicht stören.

Er hatte keine Zeit für sowas. Der Wind flüsterte ihm zu, dass die Gestalt sich hinter ihm befand, doch sie führte keine Angriffslustigen Bewegungen aus, davon abgesehen schien die sie einfach nur in die gleiche Richtung zu gehen wie er.

Nicht weiter tragisch. Sein Orientierungssinn hier in Izarek hatte schon immer etwas zu wünschen übrig gelassen.

Das lag wahrscheinlich daran, dass dieser Stadtteil sich zu schnel,l zu sehr veränderte. Izarek war stets im Wandel, das machte den Gildenbezirk stets so beeindruckend.

Wenn man nicht hier wohnte konnte man sich jeden Tag mit irgendwelchen neuen Kleinigkeiten überraschen lassen. Izarek war ein heiliger Kral der Wissenschaften, es gab so gut wie nichts, was es hier nicht gab.

Jedes Mal wenn Rylar hier war stockte ihm der Atem über diese Erkenntnis. In aller Ruhe ging er weiter durch die breiten Gassen, die extra dafür angelegt worden waren um schweres Geschütz, möglichst ohne Behinderung durch die Gassen von Izarek manövrieren zu können.

Offensichtlich war auch Izarek für einen kleinen Krieg bereit, aber selbst wenn es manchmal aussehen möge, sie würden nicht die Aggressoren sein.

Izarek hatte schon seit Jahren die Ausrüstung um einen Krieg führen und wahrscheinlich sogar gewinnen zu können. Der Wind strich durch seine Haare.

Die vermummte Gestalt ging immer noch hinter ihm her. Okay, so langsam wurde es lästig. In ca. Okay, die würde er nutzten um seinem ungebetenen Verfolger das Fürchten zu lehren.

Die abzweigende Gasse schien deutlich schmaler zu sein, als die normalen Gassen in Izarek. Noch besser, dass würde es einfacher machen. Zwei Meter.

Rylar rannte los in die abzweigende Gasse, sprang seitlich gegen die Wand, hielt sich an der gegenüberliegenden Seite an einem Absatz, fest der aus der Wand ragte, zog sich hoch und blieb darauf stehen, so gut wie es ging.

Die Gestalt schien deutlich verwirrt, als sie die Gasse betrat. Sie war eindeutig zu schnell in der Gasse gewesen.

Sie verfolgte ihn Hundert Prozentig. Sein Blick verhärtete sich, sie ging weiter durch die Gasse, passierte seinen Standort.

Es war soweit. Er prüfte noch einmal den Sitz der Spezialhandschuhe und sprang. Stützte die Finger an die Wand, die Wand verursachte keinen Schaden an den Handschuhen, der Rest lag beim Wind.

Dieser sorgte dafür, dass er weich und vor Allem lautlos fiel. Windmagie mochte nicht zur Offensiven Anwendung taugen, allerdings gab sie einem so manche Vorteile, welche die meisten Gegner nicht erwarteten.

Kaum hörbar glitt er die Mauer herunter, und zog dabei den Dolch aus dem Gürtelhalfter. Lautlos kam er auf dem Boden auf und überwand die wenigen Meter zwischen ihm und seinem Verfolger in wenigen Augenblicken.

Die Klinge legte sich an die Stelle, an der er die Kehle seines Verfolgers vermutete. Sein Verfolger hatte wohl nichts zu seiner Verteidigung zu sagen.

Er drückte die Klinge näher an die Gestalt heran, überwand den weichen Wiederstand von Stoff. Wahrscheinlich ein Schal. Wow, Rylar… Das war ja wohl die Erkenntnis des Jahrhunderts.

Er seufzte. Das macht mich nervös. Offensichtlich glaubte sie ihm ohne weiteres. Jedenfalls glaubte sie den ersten Teil seiner Aussage.

Ich hab mich gefragt was so einer in Izarek macht. Die Klinge ruhte noch immer an der Stelle wo er ihre Kehle vermutete.

Rylar seufzte. Das konnte doch echt nicht wahr sein. Das war für ihn eine bewiesene Tatsache, kein Vorurteil.

Ihm war so als würde die Gestalt erst jetzt wieder richtig durchatmen. Die Gestalt wandte sich um und er sah in das Gesicht einer Frau.

Einer Frau, die sich nicht hätte beschweren müssen, dass sie nicht wahrgenommen wurde. Oh, du meinst die zweitausend Jahre alte Kriegerin.

Findest du nicht, dass sie ein bisschen zu alt für dich ist? Josh wurde knallrot. Während sie sie beobachteten, kam eine zweite und dann eine dritte dazu.

Mit Rattenaugen zu sehen, war eine Übelkeit erregende Erfahrung. Da die Tiere ein so winziges Gehirn hatten, brauchte es eine Menge Willenskraft, um sie bei der Stange zu halten … was in einer Gasse mit haufenweise verdorbenem Essen keine einfache Aufgabe war.

Dee beglückwünschte sich kurz, dass er nicht die gesamte Wirkungskraft des Spähzaubers ausgeschöpft hatte. Das Bild verschob sich, wackelte und kippte mit jeder Bewegung der Ratte.

Sie konnte waagrecht über den Boden laufen, senkrecht eine Wand hinauf, dann kopfunter über ein Seil, und das alles innerhalb von Sekunden.

Direkt vor Dee waren die beiden Menschen, die er im Buchladen gesehen hatte. Sie waren grauschwarz und ihre Umrisse leuchteten in einem purpurrot getönten Grau.

Ein Junge und ein Mädchen, vielleicht fünfzehn Jahre alt und sich ähnlich genug, dass sie verwandt sein konnten. Ein Gedanke schoss ihm durch den Kopf, bei dem er seine Konzentration verlor: Waren sie womöglich Bruder und Schwester?

Oder konnten sie noch etwas anderes sein? Nein, ausgeschlossen! Dee schaute wieder in die Spähschale, nahm seine ganze Willenskraft zusammen und zwang die Ratte, die er befehligte, vollkommen still zu stehen.

Dee konzentrierte sich auf die beiden jungen Leute und versuchte zu entscheiden, ob der Junge vielleicht älter war als das Mädchen, doch das Sehvermögen der Ratte war dazu zu schwach und das Bild zu verzerrt.

Aber falls sie tatsächlich gleichaltrig waren Das war seltsam. Er betrachtete sie erneut und schüttelte den Kopf. Sie waren Menschen.

Vernichte sie vollkommen. Josh beobachtete mit offenem Mund, wie die riesige Ratte vom Dach gegenüber ohne sichtbare Anstrengung den zwei Meter breiten Spalt zwischen den Häusern übersprang.

Sie hatte ein breites Maul und extrem spitze Zähne. Sie rutschte ein Stockwerk tiefer auf die Gasse, wo sie orientierungslos umhertaumelte.

Josh packte Sophie an der Hand und zog sie hinaus auf die Galerie. Und hielt abrupt inne. Unter ihnen schoben sich drei riesige Golems durch die weit offene Tür zur Gasse.

Sie zogen eine Spur aus trockenen Schlammklumpen hinter sich her — und in einer langen, gewundenen Kette die Ratten.

D ie drei Golems betraten mit ungelenken Schritten den Korridor, sahen die offene Tür am anderen Ende und bewegten sich darauf zu. Die fingerlangen Metallpfeile schossen aus den Wänden und bohrten sich in ihre gehärtete Schlammhaut, konnten sie aber nicht einmal zu langsamerem Gehen zwingen.

Die halbmondförmigen Klingen dicht über dem Boden waren eine andere Geschichte. Sie klickten aus ihren in den Wänden verborgenen Scheiden und schnitten in die Knöchel der Männer aus Lehm.

Der erste stürzte zu Boden, und es hörte sich an, als hätte jemand einen Klumpen feuchter Erde hingeworfen.

Die halbrunden Klingen klickten erneut und schnitten die beiden Golems in zwei Hälften, woraufhin diese sich in ihren lehmigen Ausgangsstoff zurückverwandelten.

In Sekundenschnelle war alles voller Dreckklumpen. Der Blick aus seinen schwarzen Steinaugen glitt emotionslos über die Reste seiner beiden Kameraden.

Dann drehte er sich um und drosch mit seiner gewaltigen Faust gegen die Wand, zuerst gegen die rechte, dann gegen die linke. Auf der linken Seite brach ein ganzer Wandabschnitt in sich zusammen und gab den Blick auf den dahinterliegenden Raum frei.

Der Golem betrat das Dojo und schaute sich um; die schwarzen Augen bewegten sich nicht. Währenddessen stürmten die Ratten auf die offene Tür am Ende des Korridors zu.

Die meisten überlebten die scharfen Klingen …. Während die Limousine dahinbrauste, hob Dr. John Dee den Spähzauber auf, mit dem er die Ratten belegt hatte, und konzentrierte sich stattdessen auf den überlebenden Golem.

Dieses künstlich erschaffene Wesen zu kontrollieren, war sehr viel einfacher. Golems waren hirnlose Gesellen, geformt aus Erde, die mit Kies oder Schotter vermischt wurde, damit sie stabil waren, und zum Leben erweckt mit einem simplen Zauberspruch, der auf ein Stück Pergament geschrieben und ihnen in den Mund gedrückt wurde.

Dee selbst hatte Mary Shelley an einem kalten Winterabend die Geschichte des berühmtesten aller Golems, des Roten Golems von Prag, erzählt, als sie, Lord Byron, der Dichter Percy Bysshe Shelley und der geheimnisvolle Dr.

Polidori ihn in seinem Schloss in der Schweiz besucht hatten. Das Monster in dem Buch glich in allem einem Golem und wurde wie er durch Magie zum Leben erweckt.

Golems waren immun gegenüber den meisten Waffen. Allerdings konnte ein Sturz oder Schlag ihre Schlammhaut zum Platzen bringen, vor allem dann, wenn sie trocken und hart war.

Im feuchten Klima trocknete ihre Haut kaum jemals aus und konnte unwahrscheinlich viel aushalten, doch bei diesem warmen Wetter wurden sie spröde.

Das war auch der Grund, weshalb sie den versteckten Klingen so schnell zum Opfer gefallen waren. Einige Zauberer benutzten Glas oder Spiegel für die Augen, doch Dee bevorzugte blank polierte schwarze Steine.

Direkt über ihm waren auf einem schmalen Innenbalkon, der in das Dojo ragte, die blassen, erschrockenen Gesichter der Jugendlichen zu sehen.

Dee lächelte und die Lippen des Golems ahmten die Bewegung nach. Zuerst wollte er sich Flamel vornehmen, dann die Zeugen. Plötzlich tauchte Nicholas Flamels Kopf auf und einen Augenblick später auch das unverwechselbare Stachelhaar der Kriegerin Scathach.

Das Lächeln verschwand aus Dees Gesicht, und er konnte es nicht verhindern, dass sein Herz unruhig zu klopfen begann. Warum ausgerechnet Scathach?

Er hatte nicht gewusst, dass die rothaarige Kriegerin in der Stadt war — oder überhaupt auf diesem Kontinent. Das Letzte, was er von ihr gehört hatte, war, dass sie in einer Mädchenband in Berlin gesungen hatte.

Durch die Augen des Golems sah Dee, wie Flamel und Scathach sich über das Balkongeländer schwangen und nun direkt vor dem Lehmwesen standen.

Scathach sagte etwas zu Flamel — da dieser Golem aber keine Ohren hatte, verstand Dee nicht, was sie sagte. Vielleicht ist sie nicht mehr so gut wie früher, sagte sich Dee nervös.

Vielleicht haben ihre Kräfte mit der Zeit etwas nachgelassen. Sie standen beide auf der Galerie und schauten auf das Dojo hinunter.

Mit offenem Mund hatten sie beobachtet, wie Flamel und Scatty über das Geländer gesprungen und unnatürlich langsam auf den Boden geschwebt waren.

Das rothaarige Mädchen stand dem Golem gegenüber, während Flamel zur Tür ging, wo sich die Ratten sammelten. In den Tieren schien sich etwas dagegen zu sträuben, den Raum zu betreten.

Ohne Vorwarnung holte der Golem mit seiner gewaltigen Faust aus und setzte gleich noch einen kräftigen Tritt hinterher. Josh öffnete den Mund, um Scatty zu warnen, doch bevor er einen Ton herausbrachte, hatte sie sich schon in Bewegung gesetzt.

Gerade hatte sie noch vor dem Lehmwesen gestanden; jetzt warf sie sich nach vorn, duckte sich unter den Schlägen und Tritten hinweg und versetzte dem Golem so schnell, dass man fast nicht folgen konnte, mit der flachen Hand einen Schlag gegen das Kinn.

Es war nur ein leises Klatschen zu hören, dann hängte sich der Unterkiefer aus und klappte herunter. In dem schwarzen Schlund konnten die Zwillinge deutlich ein gelbes Stück Papier erkennen.

Einen Augenblick später kam sie mit einem kleinen Mikrowellenofen zurück. Er traf den Golem mitten in die Brust — und blieb stecken.

Dreckklümpchen flogen in alle Richtungen. Der Golem hielt inne, irritiert und orientierungslos. Der nächste Hieb des Lehmkolosses streifte Scattys rote Haarstacheln, doch sie ergriff seinen Arm und benutzte ihn als Hebel, um ihn aufs Kreuz zu legen.

Dielen krachten und brachen, als der Golem umfiel. Dann schoss Scattys Hand nach vorn — und zog fast behutsam das Blatt Papier aus seinem Mund. Augenblicklich wurde der Golem zu dem, woraus er erschaffen war.

Faulig stinkendes Wasser und Lehm verteilten sich auf dem bis vor Kurzem noch blitzsauberen Boden des Dojo. Die Mikrowelle polterte über die Dielen.

Scatty wedelte mit dem Blatt Papier zu den Zwillingen herauf. Man muss ihm den nur wegnehmen, um den Zauber zu brechen.

Merkt euch das. Josh warf seiner Schwester einen raschen Blick zu. Er wusste, dass sie dasselbe dachte wie er: Sollten sie jemals wieder einem Golem begegnen, würden sie unter gar keinen Umständen nah genug an ihn herangehen, um ihm die Hand in den Mund stecken zu können.

Nicholas Flamel näherte sich den Ratten vorsichtig. Sie zu unterschätzen, wäre tödlich, doch während er keinerlei Probleme damit hatte, magische Wesen — die ja nicht wirklich lebendig waren — zu bekämpfen und zu vernichten, fiel es ihm schwer, echte Lebewesen zu töten.

Selbst wenn es sich dabei um Ratten handelte. Perry hätte diese Gewissensbisse nicht, das wusste er, aber er war entschieden zu lange Alchemyst gewesen.

Er hatte sich dem Erhalt von Leben verschrieben und nicht seiner Zerstörung. Die Ratten standen unter Dees Kommando. Die armen Wesen hatten wahrscheinlich entsetzliche Angst — was sie allerdings nicht davon abhalten würde, ihn aufzufressen.

Flamel kauerte sich auf den Boden, drehte die Handfläche der rechten Hand nach oben und bog die Finger nach innen.

Dann blies er sacht in die Hand und sofort bildete sich ein winziger grüner Nebelball. Mit einem Ruck drehte er die Hand um und drosch sie in die gebohnerten Bodendielen.

Der kleine grüne Energieball hüpfte durch den Raum. Dann schloss der Alchemyst die Augen und seine Aura flammte um seinen Körper herum auf. Er konzentrierte sich und schickte seine Aura-Energie durch die Finger in den Boden.

Die Zwillinge standen noch immer auf der Galerie und beobachteten alles, hatten aber nicht die leiseste Ahnung, was Flamel vorhatte.

Sie sahen den schwachen grünen Schimmer, der seinen Körper wie einen Nebel umgab, konnten sich jedoch nicht erklären, weshalb die Ratten in der Tür das Dojo nicht schon längst überschwemmt hatten.

Instinktiv wusste sie, dass ihr Bruder dasselbe gedacht hatte. Scatty hörte sie. Sie zerriss das gelbe Blatt Papier, das sie dem Golem aus dem Mund genommen hatte, systematisch in winzige Schnipsel.

Der Fesselzauber hält die Ratten in Schach. Aber sobald es einer gelingt, vorzupreschen, ist er aufgehoben. Dann kommen sie alle.

Nicholas Flamel war sich dessen bewusst, dass John Dee ihn wahrscheinlich durch die Augen der Ratten sehen konnte.

Sie zuckte und für einen kurzen Moment leuchteten ihre Augen in einem fahlen gelben Licht. Dee schaute von seiner Spähschale auf und sah, dass Perenelle Flamel hellwach war und ihn beobachtete.

Gleichzeitig habe ich endlich die Gelegenheit, mich dieser Pest Scathach zu entledigen, und ich kann mir die fehlenden Buchseiten holen.

Das grüne Licht floss aus Flamels Fingern, lief über die Dielen und überzog sie mit einem grünen Schimmer. Es dauerte nur zwölf Herzschläge lang und ein dichter Wald brach aus dem Boden.

Man konnte zuschauen, wie sich die Stämme zur Decke reckten. Einige waren kaum dicker als ein Finger, andere armdick, und der Baum bei der Tür war so dick, dass er den Rahmen fast ausfüllte.

Die Ratten drehten sich um und stoben kreischend den Flur hinunter. Flamel rappelte sich auf und wischte sich die Hände ab.

Er konnte den Blick nicht von dem Wald wenden, der in Flamels Rücken immer weiterwuchs. Sophie schaute sich in dem ehemals sauberen Dojo um.

Jetzt war es total ruiniert: überall Schmutz und kleine, dunkle Pfützen, die Dielenbretter aufgerissen von den Bäumen, die daraus wuchsen, und im Flur noch mehr stinkender Lehm.

Flamel nickte erfreut. Flamel drehte sich zu dem Wald um, der langsam das gesamte Dojo einnahm. H abe ich das richtig verstanden?

Keiner von euch? Sophie drehte sich zu ihr um. Dann wandte sie sich an Flamel. Sie hätte den Führerschein am liebsten schon mit zehn Jahren gemacht.

Einer der Gründe, weshalb die Zwillinge dieses Jahr Sommerjobs angenommen hatten, statt mit ihren Eltern zur Ausgrabungsstätte zu gehen, war ja, dass sie Geld für einen eigenen Wagen verdienen wollten.

Scathach runzelte ärgerlich die Stirn. Und ich will es lieber auch gar nicht wissen. Josh hatte an einer Ampel auf Grün gewartet.

Jetzt fuhr er an und bog rechts zur Golden-Gate-Brücke ab. Wie bewegt ihr euch denn fort? Mit ihnen kann man vollkommen anonym reisen, anders als mit Flugzeug oder Schiff.

Mit einem Auto ist viel zu viel Papierkram verbunden, Papierkram, der direkt zu uns führen könnte, egal wie viele Decknamen wir benutzen.

Es gab hundert Fragen, die Josh gern gestellt hätte, aber er musste sich darauf konzentrieren, die Kontrolle über den schweren Wagen zu behalten.

Er wusste zwar theoretisch, wie man fährt, tatsächlich gefahren aber hatte er lediglich zerbeulte Jeeps, wenn sie ihre Eltern zu einer Ausgrabungsstätte begleitet hatten.

Sophie hatte gemeint, er solle sich einfach vorstellen, es sei ein Computerspiel. Das half, aber nur ein bisschen. Nach einer Zeit, die ihm wie Stunden vorgekommen war, war es Miu gewesen, die Jüngste aus ihrer Gruppe, die plötzlich und ohne jedes Vorzeichen von einem schlimmen Hustenanfall geschüttelt wurde.

Auch Sian war das Atmen schwerer gefallen als normal, aber er hatte es auf die anstrengende Wanderung und das Wetter geschoben. Aber wenig später hatten auch seine anderen Gefährten begonnen, unter ersten Beschwerden zu leiden.

Losai hatte Anzeichen einer Erkältung gezeigt. Immer öfter hatte er niesen müssen und offensichtlich war ihm trotz der schwül warmen Luft kalt gewesen.

Kia hatte sich immer häufiger am ganzen Körper zu kratzen begonnen, so als hätte sie irgendeinen Ausschlag. Und auch Sian selbst war nicht verschont geblieben.

Seine Beine hatten zu schmerzen begonnen und das Laufen hatte ihm zunehmend Mühe bereitet. Doch sie waren weiter gegangen.

Bis Miu unter einem weiteren Hustenanfall zusammengebrochen war. Sian standen Tränen in den Augen, als er an jenen Moment zurück dachte.

Wie hatten sie nur so dumm, so ignorant sein können, die Anzeichen zu missachten. Mit einem Schaudern sah er erneut die Szene vor Augen, als Kia sich zu der auf dem Boden liegenden Miu herunter gebeugt hatte, nur um sich schon im nächsten Moment, voller Angst und Panik schreiend, wieder aufzurichten, einen unförmigen Klumpen in der Hand haltend.

Einen weiteren Augenblick später hatte sie ihn auch schon weg geworfen und war voller Panik in den Nebel davon gelaufen. Bleib hier! Was in Ma-Duks Namen ist denn in dich gefahren?!

Doch aus der Entfernung war weiterhin nur ihr hysterisches Schreien - Wortfetzen ohne jeden Sinn - zu hören gewesen. Während Losai der Davonlaufenden nachgeblickt hatte, hatte Sian sich niedergekniet, um nach der regungslos am Boden liegenden Miu zu sehen.

Und als er sich zu ihr herunter gebeugt hatte und ihr so nahe gekommen war, dass aus dem schattenhaften Etwas im Nebel der Körper eines Homins geworden war, hatte auch er erkannt, was Kia so erschreckt hatte.

Der Boden auf dem Miu gelegen hatte, war von dunklem Violett. Und mit einem Mal hatte er vollstes Verständnis für Kias Reaktion gehabt.

Er selbst hatte mit der Panik kämpfen müssen, als ihn die Erkenntnis wie ein Blitz traf. Sein Mund war auf einmal staubtrocken gewesen und er hatte einige Male schlucken müssen, bevor es ihm gelungen war, auch nur dieses eine Wort zu sprechen um das in diesem Moment all seine Gedanken gekreist waren.

Als ob irgendetwas plötzlich von Sian Besitz ergriffen hätte, war nun alles fast völlig ohne sein Zutun geschehen.

Wie ein Zuschauer bei einer Theateraufführung war er sich vorgekommen, als er sich kerzengerade aufgerichtet, Losai am Arm ergriffen und ihn mit sich gezogen hatte.

Alles was danach passiert war, war ein Durcheinander aus Bildern und Eindrücken in seinem Kopf, die in keine sinnvolle Reihenfolge mehr zu bringen waren.

Hier meinte er sich daran zu erinnern, wie er Losai hinter sich her durch den Nebel zog, dort wie die Nebelschwaden ein wenig lichter aber dafür nun eindeutig violett in ihrer Färbung wurden.

In einem anderen Erinnerungsfetzen spürte er, wie sich sein Gefährte von ihm los riss, oder war er gestürzt und Sian einfach weiter gelaufen?

Er wusste es nicht zu sagen. Ebenso wenig, wie er sagen konnte, wie er wieder aus dem Goo heraus und an diesen Ort gekommen war. Aber das erschien ihm nun auch unwichtig.

Das einzig wichtige war:. Und nun lag er hier hilflos herum und wartete darauf, dass der nächste Torbak vorbei kam und in ihm sein Frühstück entdeckte?

Mit der Kraft dieses Gedankens versuchte er erneut, sich zu erheben und schaffte es im ersten Anlauf und unter starken Schmerzen zumindest, sich aufzusetzen.

In dieser Stellung verharrte er wie paralysiert, als sein Blick auf seine Beine fiel. Doch erneut erklang die Antwort direkt in seinem Kopf.

Es geschah unter der Leitung des Rates der Chronisten, ins Leben gerufen von Imperator Abylus dem Weisen, dass die Gilde der Minenarbeiter gegründet wurde, um die in der Ebene von Coriolis entdeckten Ruinen zu untersuchen.

Ziel war es, die Wahrheit über den mythischen Drachen und die geheimen Schätze oder Übel ans Licht zu bringen, die sie in den Eingeweiden von Atys verborgen glaubten.

Der allgemeine Konsens lautete, es sei besser, der Wahrheit gegenüberzutreten als mit der Lüge zu leben - dies ist auch heute noch ein Wahlspruch der Fyros.

Eine Säure, die das umliegende trockene Land in Brand setzte! Aufgrund der starken Westwinde breitete sich die Feuersbrunst schneller aus, als Verstärkung geschickt werden konnte.

Die Glut verschlang die Stadt Coriolis und zog eine Feuerschneise hinter sich her - gleich einem Gingo, der alles Leben auf seinem Weg verschlingt.

Abylus der Weise entsandte eine Armee, um das Feuer einzudämmen, doch das Schlimmste sollte noch kommen. Das Feuer hatte sich bis zur Grenze der Matis ausgebreitet und bildete eine unüberwindliche Feuerwand, die auch die Wasserversorgung aus den Landen der Tryker unterbrach.

Aniro III. Aber die Gelegenheit, uns unseren Weg zu bahnen, kam: Wolkengebirge türmten sich auf und ein gewaltiger Wolkenbruch löschte das Feuer wie durch Magie.

Ohne auch nur einen Moment zu zögern begann Pyto - der Sohn des gealterten Imperators - trotz der Erschöpfung der Truppen mit einem glorreichen Feldzug zur Rückeroberung der lebenswichtigen Verbindung zu den Ländern der Seen.

Es war nun schon ein Jahr her, seit Loria damit begonnen hatte die Streitkräfte des Herzogs von Tylini herauszufordern, indem sie zahlreiche Angriffe organisierte und mehr und mehr Sklaven befreite, welche sich alsbald in ihren Reihen wiederfanden.

Doch heute sollte diese dunkle Farce ein Ende finden und ich würde endlich in der Lage sein meine Position unter den Matis dauerhaft zu sichern.

Als Loria in den Wald verschwand formte mein Gefährte, ein Matis, mit seinen Händen lautlos einige Zeichen: Wir mussten eine Stunde warten, bevor wir auf anderem Weg zum Ort des Hinterhalts, wo wir sie erwarten würden, aufbrechen konnten.

Da wir sie einige Wochen beobachtet hatten, kannten wir ihren Weg genau, und auch ihre Abkürzung durch die Urwurzeln war uns wohl bekannt.

Und mehr noch: Es war uns sogar gelungen, Fallen in ihrem Versteck aufzustellen, welches sie sich für den Fall der Fälle eingerichtet hatte.

Unter dem Visier seines Parok Helms flüsterte Rocho leise in den Karavan-Kommunikator um die anderen zu unterrichten.

Auch wenn ich meine Zweifel an unseren Gönnern auf der Seite der Tryker hatte, so mussten diejenigen auf Matisseite extrem wohlhabend sein, um zwei dieser überaus heiligen Reliquien ihr eigen nennen zu können.

Als die Stunde vergangen war ritten wir so schnell es ging mit unseren Mektoubs durch den Wald, hin zu den Schächten die hinab in die Urwurzeln führten.

Diese Eingänge war nicht so komfortabel wie die mit einem Wirbel, und so mussten wir unsere Mektoubs zurücklassen, als wir an einer Kletterpflanze hinabstiegen, an welcher, den Spuren nach, wohl kurz zuvor bereits ein recht kleiner Homin hinabgeklettert war.

Sie war definitiv hier entlang gekommen und das Netz um sie zog sich immer enger. Als wir sie endlich einholten, hatten die anderen sie bereits in einer engen Passage, welche sie grundsätzlich benutzte um der Entdeckung durch Raubtiere zu entgehen, umzingelt.

Auch wenn sie kampfbereit schien, zeigte sich doch Verwirrung auf ihrem Gesicht, als sie erkannte, dass sich unter ihren Angreifern auch Tryker befanden.

Unser Anführer, Pebre Freldo, verkündete ihr ohne viel drumherum, dass es für sie nun an der Zeit war, für ihren Widerstand gegen die Mächtigen dieser Welt, die Handwerker in Jenas Plan, zu zahlen und dass ihre Seele für ihre Sünden auf immer verrotten würde.

Als wir angriffen, konnten wir wahrhaft erleben, aus welchem Holz Helden geschnitzt sind. Aber wie durch ein Wunder gelang es ihr dennoch, unserem Hinterhalt zu entfliehen.

Sie sprang auf den Rücken eines nahe stehenden Mektoubs, das nicht einmal einen Sattel trug, und schaffte es so uns ab zu hängen.

Pebre befahl allen die Filter in unsere Helme einzusetzen und sich auf den Weg zu Lorias Versteck zu machen. Als wir ankamen kroch sie gerade auf den Ausgang zu und versuchte der Gaswolke zu entkommen, die unserer Falle entströmte.

Sie hob noch einmal ihren Kopf und schien einen Moment lang wie gebannt von einem einzelnen Lichtstrahl, der sich den Weg durch die Dunkelheit der Urwurzeln gebahnt hatte.

Dann blickte sie mich direkt an, und mit ihrem letzten Atemzug fragte sie: " Seine Bar ist sehr beliebt und seine Kundschaft kommt von überall her: Homins, die in der Region arbeiten oder den nahe gelegenen Wirbel für ihre Reise nehmen, bereit sich den Gefahren der Lagunen von Loria zu stellen.

Nach einem anstrengenden Tag geht es gesprächig her…. Sie vermehren ihre Provokationen gegen Ma-Duk täglich unter irgendwelchen Vorwänden.

Sie hetzen ihre Hominanhänger gegen die Kamigläubigen auf. Ihre neueste Erfindung ist, die Kamis würden die Karavaniere angreifen.

Die spinnen doch! Ein Kami, der die lebenswichtige Kraft von Atys darstellt, würde nie ohne Grund einen Homin angreifen. Ihre Gesandten versammeln sich um die Hauptstädte, begleitet von Handwerker-Homins und sie scheinen Pläne und Informationen aus einem uns unbekannten Grund auszutauschen.

Doch wir haben keine Angst vor seiner Umsetzung, denn Ma-Duk und die Kamis beschützen Atys und werden es nicht dulden, dass der Planet durch Werke der Karavan verschandelt wird.

Notiz des Archivisten: Dieser offene Brief wurde an einen gewissen O'Duffy Garmer adressiert, verantwortlich für die Lieferanten bei den Baustellen der Militärlager seit jenem Frühling, der die Zelte brachte.

Ich komme von einer Inspektion der Baustellen und ich konnte feststellen, dass die Arbeiten sehr schnell vorangehen. Zumindest, was die Verhexte Bucht, die Ruhigen Wasser und die Zwillingsgipfel angeht Die Lager von Lorias Teiche und der Grube der Stille sind im Gegenzug weniger fortgeschritten.

Ich habe dort mal etwas genauer nachgesehen, da ich vermutete, dort sei ein Bierhändler zu finden, der den Arbeitsrhythmus der Tryker durcheinander bringt, aber nein, nichts!

Ich habe also meine Untersuchung bei den Baumeistern vor Ort fortgeführt und sie haben mir versichert, dass sie den ganzen Tag lang arbeiten, ohne Bier und ohne Nickerchen und dass sie nur auf Materialien und fertige Bauteile warten, die ihnen vom Lager im Grünen Tal geliefert werden.

Ich musste mehrere Lieferanten mit Hilfe von ein wenig Bier befragen, um die Zunge zu lockern, um die Gründe für die Verspätung der Lieferungen an die Baustellen zu erfahren.

Ich habe also beschlossen, um das Projekt etwas zu fördern, dem Volk etwas unter die Arme zu greifen. Um den Bau zu beschleunigen, vergüte ich den Mektoubreitern, die eine der sechs Baustellen beliefert haben, 10 Dapper, die sie bei der Auslieferung direkt beim Lager bekommen.

So sollten die Mektoubführer ein wenig für ihre Futterkosten entschädigt werden. Der Austräger dieses wohlgeschriebenen Briefes ich hoffe, Du hast das bemerkt wird jedem Verantwortlichen bei jeder Baustelle eine kleine Wurzelholz-Truhe übergeben, die genug Dapper enthält, um die Lieferanten zu entschädigen.

Doch Obacht, es ist verboten, sie zu anderen Zwecken zu nutzen! Im Floris des 2. AZ im Jahre Jenas häufen sich Meldungen über vermisste Homins die alleine in der Brennenden Wüste unterwegs sind.

Wir haben die Brennenden Gesichter in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und werden unsere Nachforschungen verstärken.

Es gibt Augenzeugenberichte über eine Fyra namens Mezix, die offenbar hinter dem Verschwinden der Homins stecken soll.

Offenbar verführt eine überaus attraktive Fyra Männer und unterbricht das Liebesspiel sobald sie gelangweilt ist um ihre Opfer gezähmten Gingos zu verfüttern.

Patriot Gargo ist es gelungen ihr zu entkommen, war sich am Ende seiner Ausführungen nicht mehr sicher ob er sich das Ganze nicht vielleicht doch nur eingebildet hat.

Es ist allerdings klar, dass es sich um eine besondere Züchtung handeln muss, die den Gingos um Ginkin in den Grünen Anhöhen nicht unähnlich sein könnte.

Es sollte möglichst schnell eine ausreichend gerüstete Expedition entsendet werden um die Fyra Mezix zu ergreifen. Am In den letzten Tagen gab es Berichte über eine gefährliche Fyra namens Mezix, die den meisten Patrioten inzwischen bekannt sein dürften.

Bei der letzten Sitzung des Akenak ist ein weiterer Zeuge aufgetaucht und konnte dem Akenak wertvolle Hinweise zum möglichen Verbleib von Mezix liefern.

Daraufhin rief der Akenak alle Homins auf gemeinsam den Spuren zu folgen. Diesem Aufruf folgten am Geleitet wurde die Expedition vom Akenak.

Ich, Merabus, Mitglied der Brennenden Gesichter, habe sie in Eurem Auftrag begleitet. Wir folgten einigen Hinweisen wie Krügen und blutigen Stofffetzen, die uns von der Vier-Wege-Kreuzung durch Oflovaks Oase zunächst in den Flammenden Wald führte.

Dem Akenak, der zunächst die Führung gut in der Hand hatte, entfleuchten die Patrioten auf der Suche nach weiteren Hinweisen nach und nach und es war ihm leider nicht möglich die Kräfte erneut zu bündeln.

Ich empfehle solche Expeditionen zukünftig unter die Leitung der Brennenden Gesichter zu stellen. Im Flammenden Wald erhielten wir beim Stamm der Aufpasser weitere Hinweise.

Zumindest nachdem einige Störenfriede den näheren Bereich des Dorfes der Aufpasser verlassen hatten.

Wo wir nach längerer Suche auch ein frisches Lager gefunden haben. Von Mezix oder einem anderen Errichter des Lagers fehlte allerdings jede Spur.

Darin wird Mezix aufgefordert am Frutor des 2. AZ am Drachenschlundklamm zu sein. Wir werden gemeinsam mit den Patrioten an besagtem Tag die Klamm aufsuchen um zu ergründen um was es bei dieser Nachricht genau geht.

Mit etwas Glück gelingt es uns Mezix und den Verräter gleichzeitig zu stellen und zu inhaftieren. Wie von Euch befohlen begleiteten wir Akenak und die kampfeswilligen Patrioten auch bei der Expedition zum Drachenschlundklamm.

AZ im Jahre Jenas fanden sich 31 Homins zusammen um Mezix zu stellen. Die Reise in den Canyon der Gesetzlosen verlief weitestgehend ereignislos.

Letztere gingen sofort zum Angriff über sobald sie unsere Witterung aufgenommen haben. Die Truppen folgten ihnen kurz darauf. Welle um Welle konnten wir uns ihnen erwehren, auch wenn es zeitweise nicht gut für uns aussah.

Heiler und Offensivmagier unser er Streitmacht postierten sich über der Schlucht um von oben aus sichererer Entfernung eingreifen zu können.

Allerdings brachten sie so Unruhe in die gegnerischen Truppen die dann wesentlich zahlreicher und wütender über unsere Streitmacht am Eingang der Klamm herfielen.

Ein Teil unserer Streitmacht musste sich daraufhin in Thesos neu formieren bevor wir tief in die Schlucht eindringen konnten. Am Ende der Schlucht trafen wir auf Mezix und den flüchtigen Senator Aeracus Zelion.

Mezix versuchte erneut Akenak Gladeusdeus für sich zu gewinnen, doch angesichts der unterstützenden Streitmacht versuchte er sie festzunehmen.

Da der Senator von der bekannten Marodeurin Akilia Aschensturm befreit wurde ist davon auszugehen, dass Mezix ebenfalls zu den Marodeuren gehört.

Diese verstärkte Aktivität der Marodeure auf unserem Hoheitsgebiet gibt Anlass zur Sorge. Wir werden unsere Nachforschungen fortsetzen und die Angrenzenden Regionen zum Canyon der Gesetzlosen verstärkt überwachen.

Wie von Euch befohlen haben wir uns am Nivia des 2. AZ im Jahre Jenas in Thesos versammelt. Eine ansehnliche Streitmacht von Homins bricht in die Grünen Anhöhen auf um Mezix endlich zu stellen.

Der bekannte Bandit Sirgio verbündete sich offenbar mit den Marodeuren und hielt uns lange auf. Wir hörten bereits Kampfeslärm als wir bei Berello ankamen.

Angesichts der vorangegangenen Gildenstreitigkeiten war es nicht sicher, ob die Matis sich überhaupt so zahlreich an dem Kampf beteiligen würden. Den gemeinsamen Streitkräften der vier Völker hatten die Marodeure nun nichts mehr entgegenzusetzen.

Als erstes setzte sich der bekannte Goo-Forscher und gesuchte Verbrecher Muang ab. Es ist damit zu rechnen, dass die Marodeure fortan ohne seine Hilfe auskommen müssen.

Kurz darauf flüchteten auch Rocho, Akilia und Mezix, die das Durcheinander des Kampfgetümmels für sich nutzten. Der Senator konnte allerdings gefasst werden und wartet nun wieder in sicherem Gewahrsam in Pyr auf seine Verhandlung.

Die Flucht und die Zusammenarbeit mit den Marodeuren, sowie Beihilfe zu mehrfachem Mord durch Mezix kann der Liste seiner Anklagepunkte hinzugefügt werden.

Mit einer Kette ist sie an das Pult geschlossen, damit keiner sie mitnehmen und eigenmächtig lesen und studieren kann.

Der Herr tötet und macht lebendig, führt in die Hölle und wieder heraus. Hatte der sich nicht gegen den eigenen Vater durchgesetzt und war, statt Jura zu studieren, Mönch geworden?

Mitten im Semester bittet Martin den Rektor, nach Mansfeld reisen zu dürfen. Er will seinen Vater um die Erlaubnis bitten, von der juristischen in die theologische Fakultät zu wechseln.

Als Martin am Seine bisherigen Leistungen haben höchste Erwartungen geweckt: er ist das Pferd, auf das alle gesetzt haben.

Als Karrierejurist könnte er sogar in den Adel aufsteigen und damit die ganze Familie nobilitieren. Und diese Hoffnungen wird er jetzt zerschlagen.

Zehn Tage verbringt Martin in Mansfeld. Er versucht seinem Vater zu erklären, warum er auf keinen Fall Jurist werden könne. Dass er seinen eigenen Weg zu Gott finden müsse.

Hans Luder aber lässt sich nicht überzeugen. Viel Geld habe er in den vergangenen vier Jahren aufgewendet, um Martin das Studium zu ermöglichen, schimpft er.

Nun dürfe er auch Dankbarkeit und Gehorsam erwarten. Was der Herr Sohn denn mit einem Theologiestudium anzufangen gedenke?

Die ganze Familie ist fassungslos, fragt sich, was diesen Sinneswandel ausgelöst haben mag. Aber Martin schweigt. Er muss rasch zurück nach Erfurt, um sich dort seinen Lehrern zu erklären, seine verzwickte Lage mit den Freunden zu besprechen.

Hier, in Mansfeld, bekommt er keinen klaren Kopf, hier gibt es nur Ja oder Nein, Gehorsam oder den Bruch mit der Familie. Sogar die Mutter droht, sich von ihm loszusagen, falls er diesen Irrweg einschlage.

In den frühen Morgenstunden des 2. Juli bricht Martin auf, um in einem. Tagesmarsch Erfurt zu erreichen.

Am Abend, als er eben das Dorf Stotternheim im Norden Erfurts passiert hat, türmt sich im Westen eine schwefelgelbe Gewitterfront auf, die rasend heranzieht und sich direkt über ihm entlädt.

Hat er eben noch den Roten Berg und die anderen Erhebungen der Stadt greifbar nahe vor sich liegen sehen, so fällt das Wasser jetzt in dichten Schleiern vom Himmel herab.

Ungeschützt steht er auf freiem Feld inmitten eines Infernos aus Blitz und Donner. Martin wirft sich den Mantel über den Kopf und rennt los, doch dann schlägt ein Blitz so dicht neben ihm ein, dass er, vom grellen Lichtschein geblendet, zu Boden stürzt.

Als er die Augen aufschlägt, wird ihm klar: Er hat in Todesangst ein Gelübde abgelegt, das ihm die Tür öffnet in jene Glaubenswelt, die so lange in ihm herangereift ist, dass sie nun zwingend von ihm Besitz ergreift.

Schon am nächsten Tag beginnt er an seinem Versprechen zu zweifeln. Ist der Blitzschlag ein Himmelszeichen — oder nicht doch eine teuflische Versuchung zum Ungehorsam gegenüber dem Vater?

Hat er nicht sogar die Schutzpatronin der Bergleute, die heilige Anna, missbraucht, um eine Entscheidung, die er innerlich schon längst getroffen hat, mit höheren Weihen zu versehen?

Vielleicht ist dieses Gelübde gar nicht der Todesangst entsprungen, sondern einem unbewussten Kalkül, trotzig den eigenen Weg gehen zu können? Als Martin am Morgen darauf den Freunden von dem dramatischen Zwischenfall erzählt, raten die meisten ihm davon ab, sich an das Versprechen zu halten.

Er habe es unter Zwang gegeben, und das Kirchenrecht suspendiere von solchen Verpflichtungen. Andere erinnern ihn an das Bekehrungserlebnis des Saulus auf der Reise nach Damaskus.

Auch der spätere Apostel Paulus sei von einem Lichtstrahl zu Boden geworfen worden und habe sich, von Gott direkt angerufen, zum christlichen Glauben bekehrt.

Martin solle dem Weg des Apostels folgen und in ein Kloster eintreten. Aber in welches? In Erfurt gibt es sechs Männerklöster: das der Benediktiner auf dem Petersberg, die Kartause im Süden der Stadt, den Konvent der Dominikaner am linken und den der Franziskaner am rechten Ufer des Breitstroms.

Vier davon — Dominikaner, Franziskaner, Serviten, Augustiner — sind Bettelorden, die in Erfurt die meisten Prediger, Lehrer und Seelsorger stellen.

Das Schwarze Kloster, wenige Schritte von der Georgenburse entfernt in der Comthurgasse gelegen, zählt zur strengsten Observanz; die Augustinereremiten verstehen.

Konsequent versuchen sie den ursprünglichen Regeln des Gründers wieder Geltung zu verschaffen. Gehorsam, Armut und Keuschheit sind auch ihre monastischen Ideale.

Zudem machen sich die Reformklöster verdient um Wissenschaft und Theologie, besonders in Erfurt, wo die Augustiner eine Ordensschule betreiben.

Und im benachbarten Wittenberg haben sie die Universität mitbegründet. Tag für Tag hat sich Martin aus eigener Anschauung von der gelebten Askese dieser hageren Männer überzeugen können, hat gelegentlich ihre Predigten gehört und die niederen Brüder beobachtet, wenn sie mit dem Bettelsack über der Schulter an der Burse vorbeizogen.

Dennoch sind selbst die Verständigsten unter den Kommilitonen entsetzt, als er ihnen seine Entscheidung eröffnet, ins benachbarte Augustinerkloster einzutreten.

Warum ausgerechnet zu den Bettelmönchen der ärgsten Sorte, fragen sie ungläubig. Warum nicht lieber zu den sanften Franziskanern oder den kontemplativen Benediktinern?

Martin wählt unbeirrt den härtesten Weg — auch um dem Vater zu beweisen, dass er es ernst meint mit seiner Umkehr. Nachdem er seine Habe verschenkt und alle Bücher verkauft hat, lässt Martin sich aus der Matrikel der Universität streichen.

Juli, einem warmen Sommerabend, lädt er zum Abschiedsessen in die Kavaten ein. Er spendiert seinen Freunden Bier in vollen Humpen, man schwatzt und scherzt.

Noch immer glauben sie an einen schlechten Scherz. Als der Morgen dämmert, müssen ihn alle bis zur Pforte des Augustinerklosters begleiten.

Als Martin laut gegen das Tor klopft, brechen die Freunde in Tränen aus und umarmen ihn. Ein nie gekanntes Gefühl der Leichtigkeit, der Erleichterung durchströmt ihn, als er in das Halbdunkel des Vorraums tritt.

Er wird Gott bald ganz nahe sein. Aber erst einmal lässt der Pförtner ihn warten. Er muss den fremden jungen Mann beim Klostervorsteher anmelden.

Der Prior verfügt, dass Martin vorläufig in die Klosterherberge, in das Domus hospitum, aufgenommen wird, wo man ihm Gelegenheit gibt, sich selbst zu prüfen, ob er bei seinem Vorsatz bleibt.

Die Erlaubnis des Vaters ist nach den Statuten nicht nötig, viel wichtiger ist die innere Einstellung des Postulanten, die ihn befähigt, sich in eine solche Gemeinschaft einzufügen.

Gleich am ersten Tag seines Klosteraufenthalts, am Juli , schreibt Martin den Eltern, dass er beschlossen habe, ins Augustinerkloster einzutreten.

Er stellt die Familie vor vollendete Tatsachen. Doch bittet er auch um Verständnis und Verzeihung. Bevor eine Antwort aus Mansfeld kommt, unterzieht ihn Prior Winand von Diedenhofen einer Generalbeichte, um seine Seelenverfassung zu prüfen.

Dazu gehört ein Kurzhaarschnitt — noch nicht die Tonsur —, gefolgt von der rituellen Befragung im Kapitelsaal durch den Prior im Beisein aller fünfzig Mönche.

Dann folgt die Belehrung über das Klosterleben, die Pflichten und Härten des mönchischen Alltags, die ihm künftig aufgebürdet würden: karge Nahrung und Fasten, raue Kleidung und ungeheizte Zelle, Stundengebete und Vigilien.

In Zweierreihe zieht der Konvent singend aus dem Kapitelsaal und durch den Kreuzgang in den Chor der Klosterkirche, an seinem Ende folgen Prior und Novize.

Martin bekommt seine Zelle zugeteilt, einen schmucklosen Raum von drei mal zwei Metern. Darin ein schmales Bett mit Strohsack und Wolldecke sowie ein Holztisch mit.

Leuchter und einem Stuhl. Das Fenster befindet sich so hoch oben in der Wand, dass es nichts als den Himmel zeigt.

Zuvor ist er von dem erfahrenen Novizenmeister Johann von Grevenstein in die wichtigsten Gehorsamsregeln des Ordens eingewiesen worden: vor wem er die Knie zu beugen hat, wann er schweigen muss und wann er reden darf, wie man sich in den Räumen der Stille, in der Kirche und im Kreuzgang, durch Zeichen verständigt.

Dass der Blick beim Gehen zu Boden gerichtet sein soll, die Hände in den weiten Ärmeln der Kutte zu halten sind. Lachen ist streng verboten, Disputieren und Streiten ebenso.

Auch im Refektorium, dem Speiseaal, darf nicht gesprochen, sondern nur der Lectio, der Lesung aus der Bibel, gelauscht werden.

Der Tag ist exakt nach den Stundengebeten, den Horen, aufgeteilt. Im Mönchsgesang verbindet sich für ihn die Poesie der Psalmen mit der Schönheit der Musik.

Dann kommt der Brief des Vaters. Hans Luder will sich nicht damit abfinden, dass sein begabter Sohn im Kloster verkümmert. Der Teufel habe ihn verhext und gegen den eigenen Vater aufgebracht.

Mit nichts anderem hat Martin gerechnet, doch ein paar Tage später erhält er ein zweites Schreiben. Nachdem bereits zwei seiner Söhne an der Pest gestorben sind, will er jetzt Frieden mit seinem Ältesten machen.

Er muss anerkennen, dass sein Sohn einen Gehorsam gewählt hat, der schwerer wiegt als das väterliche oder weltliche Gesetz.

Das Erfurter Augustinerkloster ist kein Armenhaus. Sämtliche Klöster des Ordens, mehr als hundert allein in Deutschland, besitzen. Der Bettelsack ist ein eindrucksvolles Zeichen der Selbsterniedrigung, mit dem die Mönche ihr Armutsgelöbnis unter Beweis stellen.

Zum Unterhalt der Klöster trägt das Betteln aber nur den geringeren Teil bei. Das war nicht immer so. Seit seiner Gründung im Jahr war dem Eremitenorden des heiligen Augustin wie den anderen Bettelorden die Aufgabe zugefallen, auf die wachsende Kritik am Reichtum der Kirche eine wirkungsvolle innerkirchliche Antwort zu geben.

Die asketischen Mönche wollten das christliche Ideal der Demut und der Bescheidenheit in neuer Reinheit vorleben.

Bald hatten aber auch diese Orden eine Verweltlichung durchlaufen und aufgrund ihrer Tüchtigkeit und der von Rom gewährten Privilegien selbst einen gewissen Wohlstand erworben.

In dieser Situation hatten die Bettelmönche ihre Eremitenexistenz aufgegeben und schlugen ihre Klausen mitten in den Städten auf, die mit einem immer stärkeren Zuzug vom Land kämpften.

Dort stellen sie inzwischen die meisten Seelsorger und Prediger. Juli trat Martin Luther in den Augustinerorden ein. Unter den vielen Ordensgemeinschaften in Erfurt — Franziskaner, Kartäuser, Dominikaner — suchte er sich den nach der strengen Observanz geführten Augustinterkonvent aus, der seinen Sitz im abgebildeten sogenannten Schwarzen Kloster Turm links hatte.

Hier lebte Luther, der das Mönchsgelübde ablegte, bis als Mönch. Die Hierarchie des Erfurter Augustinerklosters spiegelt diese spannungsvolle Entwicklung: Die Mönchsgemeinschaft ist zweigeteilt in die Fratres, die sogenannten Laienbrüder, und die geweihten Ordenspriester.

Die einfachen Brüder verrichten in der. Klosterwirtschaft die niederen Dienste, die studierten Patres widmen sich dem Singen und Beten, dozieren an der Ordensschule oder bekleiden ein höheres Klosteramt.

Um jedem Hochmut des ehrgeizigen Novizen vorzubeugen, muss Martin auf Weisung des Novizenmeisters seine Zelle selbst säubern und bald auch die Latrinen des Klosters.

Das tägliche Putzen ist eine harte Prüfung, die von den Laienbrüdern mit Häme beobachtet wird. Die Behändigkeit, mit der dieser wache junge Mann sich die ihm doch gänzlich fremden Regeln in kurzer Zeit angeeignet hat, weckt Misstrauen und Neid.

Die Fratres argwöhnen, dass der als Magister Artium eingetretene Bruder für höhere Ämter vorgesehen ist und das Kloster nur als Sprungbrett für eine Klerikerkarriere nutzen will.

Doch noch sitzt Martin auf den Bänken der Laienbrüder, schuftet mit ihnen in der Küche oder zieht wie sie mit dem Bettelsack durch die umliegenden Dörfer.

Wirst du auf den Wogen des Hochmutes, des Ehrgeizes, der Verleumdung, des Neides hin- und hergeworfen, blicke auf den Stern, rufe Maria an.

Wenn der Zorn, der Geiz, die Fleischeslust das Schiff deiner Seele hin- und herschleudern, blicke auf Maria! Bist du über die Schwere deiner Sünden bestürzt, über den elenden Zustand deiner Seele beschämt, bist du von Schrecken erfasst bei dem Gedanken an das Gericht, beginnst du immer tiefer in den Abgrund der Trostlosigkeit und der Verzweiflung zu sinken, denke an Maria!

Er drückt Martin ein rot eingebundenes Exemplar der lateinischen Bibel in die Hand und ermahnt ihn, täglich darin zu lesen. Das Herzstück des mönchischen Lebens sei die Beichte.

Die meisten gerieten nämlich dadurch unter die Kontrolle des Satans, dass sie die Furcht vor den Folgen ihrer Schuld verloren hätten.

Gehört nicht die Suche nach dem gnädigen Gott zum Selbstverständnis der Augustiner? Jeder einzelne Mönch muss im Chor der Klosterkirche vor den Prior treten und bekennen, welche klösterlichen Regeln.

Dass diese Geständnisse im Gegensatz zur Beichte öffentlich, also vor der gesamten Bruderschaft, vorzubringen sind, soll das Gemeinschaftsgefühl stärken.

So werden die Schwächen jedes Einzelnen offenbar und sind künftig besser zu kontrollieren. Hierin gilt er als geradezu vorbildlich, nichts ist ihm vorzuwerfen.

Zu Anfang seines Noviziats hatte Martin das Bekennen seiner Sünden als befreiend empfunden. Aber je mehr er in der fordernden Stille der Zelle über sich selbst nachdenkt, desto lauter werden seine Selbstzweifel, die hinter jedem Gedanken ein teuflisches Täuschungsmanöver wittern.

Und je lauter das innere Stimmengewirr, umso fragwürdiger will ihm die Beichte selbst erscheinen, von der er sich doch die Befreiung von seinem allzu starken, streitbaren Ich erhofft hat.

Er legt sich zwar nicht mit den Brüdern an, befindet sich jetzt aber in einem viel quälenderen Streit mit sich selbst, im Kampf mit den eigenen Widersprüchen, Motiven und Absichten.

Könnte es sein, dass man als Mönch mehr um sein Seelenheil bangen muss als ein Weltmensch? Der unablässige Zwang, Rechenschaft abzulegen, unterhöhlt die Sicherheit, das Rechte zu tun.

Jede kleine Abweichung erscheint ihm nun als schwere Verfehlung. Wie schnell dagegen hier, in der Stille des Klosters, die Gedanken in die Sünde abschweifen und wie schwer es ist, Tag für Tag die Verlockungen des Fleisches abzuwehren.

Hat Gott die von ihm geschaffene Materie in Christi Gestalt denn nicht endgültig geheiligt? Warum dann aber das Fleisch abtöten, um gottgefällig zu werden?

Sind das schon Einflüsterungen des Teufels, fragt sich der verwirrte Novize, oder vielleicht doch notwendige Prüfungen auf dem Weg zur Gnade, in der alle Widersprüche aufgehoben sind?

Martin hungert und peitscht sich, betet unablässig, in fast unmenschlicher Ausdauer. Aber niemand hört und keiner erhört ihn.

Man raunt im Kloster, dieser Novize sei viel zu ehrgeizig, er wolle zwölf Kegel treffen, wo doch nur neun dastünden.

Leider nicht im Hintergrund agieren konnten drei Wiener Sängerknaben, aber bei den Youngsters sollte man nicht zu streng sein. Beim wenig motivierten Staatsopernorchester fiel lediglich auf, dass jede noch so kleine Pause genutzt wurde, um aus dem Graben zu verschwinden und sich zurückzuziehen.

Frage: Gibt es dafür Gehaltsabzüge? Kurzer Beifall, kein Widerspruch aus dem Publikum, ein unbefriedigender Abend, eine unbefriedigende Kritik!

Nun hat die Wiener Staatsoper hundert Jahre und einen Tag nach Benjamin Brittens Geburt am Die Produktion des Hauses hat es in ihren 17 Jahren seit der Premiere am Februar zu gerade 33 Aufführungen gebracht, die letzte vom Oktober liegt auch schon sieben Jahre zurück.

Und das war schade, denn man erlebte zumindest musikalisch eine ganz vorzügliche Aufführung. Die Inszenierung von Christine Mielitz hat ein Werk, das ganz fest in realen Milieu eines kleinen englischen Fischerstädtchens verankert ist, in eine schwammige Irrealität gerückt, die sich kaum je darum kümmert, was auf der Bühne konkret geschehen soll.

Sie begnügte sich damit, den Chor als Kollektiv zwar mit allerlei sinnlosen Aktionen zu belegen, aber im Ganzen als bedrohliche Menge doch sehr stark zu führen.

Wenn Darsteller der Nebenrollen sich im Geschehen herausheben konnten, war es ihre persönliche Stärke. Sehr geholfen hat die Inszenierung weder dem Werk noch den Interpreten.

So viel Alltäglichkeit bei so viel — auch überhöhter — persönlicher Tragik. Es ist ein wirklich spannendes Stück, das auch eine spannende Umsetzung verdiente….

Sie kam in diesem Fall zumindest aus dem Orchestergraben. Für die Wiederaufnahme zum Geburtstag hatte man Ben Heppner engagiert, seinerseits bekannter Interpret der Rolle und auch Wagner-Tenor, denn solche Kraft ist für den Grimes von Nöten.

Nun kam die Chance ein Lob der Direktion, nach Absage des Stars nicht hektisch einen neuen zu suchen, sondern im Ensemble herumzuschauen , und Lippert hat sie vollinhaltlich genützt.

Ein Teil des verdienten Erfolgs des Abends geht auch an den Hauptdarsteller mit dem unglücklichen Blick. Eine weniger nachdrückliche Erscheinung, ein weniger kraftvoller Bariton als jener Patersons könnte da unter den anderen Nebenrollen untergehen.

Wunsch an die Direktion: Bitte demnächst für ihn eine Partie, in der er ungehindert brillieren kann. Eine liebe- und seelenvolle Frau mittleren Alters, die Grimes die Stange hält, ihn aber auch bekämpft, wenn sie sein Verhalten den Jungen gegenüber nicht billigt.

Britten hat allerdings die Frauenstimmen nicht so nobel behandelt wie die Männer, die nie zu solch exzessiver Schrille hochgepeitscht werden wie die Damen.

In der komischen Rolle der Mrs. Sedley bleibt Donna Ellen vergleichsweise blass. Und der Chor muss als mitwirkendes Kollektiv — gefordert wie nicht allzu oft — besonders lobend erwähnt werden.

Das war wohl die elementarste Enttäuschung seit langem. Was ist da eigentlich geschehen? Am Ende stand man vor einer Aufführung, die an Ideenlosigkeit und dummen Einfällen einen ziemlich hohen negativen Rang einnimmt.

Der Hintergrund, vor dem die Handlung die meiste Zeit spielt, wirkt wie eine Metallwand, rostbraun, gänzlich ohne Charakter, ein Tor in der Mitte.

Er muss übrigens sein Glockenspiel immer in einer Kiste herumtragen, was höchst umständlich ist — am Ende, an einem Strick baumelnd! Weiter in der Optik: Ein Phantasiekostüm für Tamino Kapuzenbluse, Pluderhosen in Stiefeln , ein Allerweltsblaues Kleid für Pamina, rotes Abendkleid für die Königin der Nacht, Jägeranzug für Sarastro, der mit einem geschossenen Hirschen über die Schulter auftritt… Mehr noch, der Mann, der über einen reizlosen Jägerchor gebietet, geht auf Stelzen!

Die Dame darf sich allerdings nur bresthaft geben, meist soso dahinschleppen, dass sie gleich zusammenbricht. Ein Halbmond begleitet sie.

Sag mir, was soll das bedeuten. Kein Isis und Osiris, die gelegentlichen Pyramiden-Hüttchen auf der Bühne sind so mini wie das Gedankenkonzept dieser Inszenierung.

Die sich auf das Wiener Volkstheater beruft und besonders viel Wert auf die — Geräusche legt. Es donnert und scheppert, man liebt Blitze und Feuer, es stinkt auch gelegentlich und bedeutet gar nichts.

Welch eine Inszenierung. Was bitte hat man da gesehen?? Christoph Eschenbach dirigierte. Es war ein verwaschener, teils schwammiger, immer wieder zu lauter Mozart ohne Feingefühl und Delikatesse, bei dem auch mehrfach die Kommunikation zwischen Orchestergraben und Bühne nicht stimmte.

Gewiss, Chen Reiss als Pamina und Benjamin Bruns als Tamino sind einmal zwei sehr sympathische Erscheinungen.

Sie singen auch sehr ordentlich — sie lässt manchmal technische Schwierigkeiten hören, bei ihm ist das Timbre nicht unbedingt Mozart-edel.

Valentina Nafornita wirkt im Vogelgewand direkt unangenehm, später ist sie in ihrem kurzen Papagena-Auftritt entzückend, bevor man sie und ihn per Seil auch gleich in den Schnürboden hinaufzieht….

Thomas Ebenstein zeigte als Monostatos weder schauspielerisches Talent noch besondere gesangliche Eignung. Und darüber hinaus schien es, als hätte man die drei piepsigsten Sängerknaben gewählt, derer man habhaft werden konnte….

Aber man kann sie retten. Und man kann sie auch noch schlechter machen, als sie ist. Das scheint in diesem Fall traurig gelungen.

Mit einem guten Gefühl. Und das erhoffe ich mir auch für diese Produktion. Allerdings geht es kunterbunt durcheinander, Sänger von ganz früher, früher und heute, auch die Rollen bunt gemixt, und vor allem in der Bedeutung nicht sorgfältig genug gearbeitet: Der erste Papageno, dem man bildlich begegnet, ist Russell Braun wer war das nur?

Heinz Holecek dagegen, einer der wienerischsten Papagenos je, der mit Vorstellungen nach Erich Kunz Rekordhalter in dieser Rolle ist, fehlt.

Wie kann so etwas bitte passieren? Aufführung in dieser Inszenierung von Josef Gielen Nun gibt es Leute, die von den Dirigenten-Fähigkeiten dieses Weltklasse-Sängers nicht allzu viel halten, aber an diesem Abend hätten sie ihre Meinung revidieren müssen.

Man könnte nun sagen, Domingo habe seinen Schützling mitgebracht, oder auch, die Titelrollensängerin hat ihren Mentor überredet, sie orchestral auf Händen zu tragen — egal, wie man es formuliert: Jedenfalls sang Ana Maria Martinez eine hervorragende Butterfly, wie man sie nicht alle Tage hört.

Im Vergleich zu ihrer Desdemona in Chicago zeigte sich, dass Puccini ihr viel besser in der Kehle liegt. Neben ihren sicheren, aber nie gebrüllten, nie forcierten Spitzentönen bestach wiederum ein tragfähiges Piano.

Obwohl es schon sehr viel ist, eine Butterfly musikalisch so makellos über die Rampe zu bringen, war das doch nur ein Teil des Gesamtpakets.

Das Problem der Rolle besteht darin, dass viele Sängerinnen versuchen, die Japanerin mit irgendwelchen niedlichen Mätzchen darstellerisch zu ertrippeln.

Eine angenehme Begegnung war die Suzuki der Alisa Kolosova , die — ebenso wie die Martinez, der Bariton und die Sängerin der Kate Pinkterton — an diesem Abend ihr Wiener Rollendebut gab.

Ein schöner Mezzo was man nach ihrer uninteressanten Fenena nicht vermutet hätte , eine intensive Darstellerin.

Weniger überzeugte der neue Sharpless in Gestalt des jung und unsicher wirkenden, stimmlich spröden Gabriel Bermudez.

In der Mini-Rolle der Kate Pinkerton gab Simina Ivan eine sympathische Dame. Herwig Pecoraro intrigierte als Goro so kupplerhaft und stimmlich überzeugend , wie es die Rolle will, Alexandru Moisiuc fluchte gewaltig als Onkel Bonze, Hans Peter Kammerer hingegen war als Yamadori so mikrig bei Stimme, dass man ihm den mächtigen Fürsten und Brautwerber nicht glaubte.

Im zweiten Akt fällt er aus, im dritten hat er einen Kurzauftritt mit einer quasi Halb-Arie. Dennoch — gar so undankbar ist es auch nicht, wenn man ein schöner Verschwender-Tenor ist, aber jedenfalls keine Rolle für Neil Shicoff , auch früher nicht — er war schon immer zwischen Eleazar und Britten am besten aufgehoben und hat mit Belcanto nie überzeugend reüssiert.

Nun ist die Stimme schon in einem ziemlich schlechten Zustand, trocken und gestemmt, aber immerhin schlug er sich im dritten Akt unwesentlich, aber doch besser als im ersten.

Und der letzte Eindruck zählt beim Publikum. Man wünschte sich für Shicoff, es gäbe jetzt eine Reihe von Charakterrollen für ihn, wo die Präsenz dieses Künstlers mehr zählte als die Stimme, die Puccini nun einmal verlangt.

Am Ende, nach Butterflys berührendem Tod, heizte Domingo das Orchester wirkungsvollen zu solch intensivem Schmerz auf, dass das Publikum nur in Jubel ausbrechen konnte — das ist Oper!

Standing Ovations gleich zu Beginn, als Mirella Freni an diesem Sonntagvormittag die Bühne der Wiener Staatsoper betrat — am Eine Sängerin, die man geliebt hat und, da sie glücklicherweise noch lebt, liebt wie wenige — und der an diesem Vormittag alle Herzen zuflogen wie eh und je.

Eine Frau, die mit 78 nichts von ihrem Zauber verloren hat. Hundert Minuten Freni wurden zum Fest für Opernfreunde.

Es begann, wie auch anders, mit Karajan, und vermutlich ist kein anderer Name an diesem Vormittag so oft gefallen wie seiner.

Immerhin hatte Karajan noch Salzburg, und die Freni und er arbeiteten noch 26 glückliche Jahre miteinander. Die Freni hat diese Filme nie gesehen, wollte sich selbst nie sehen und hören.

Barbara Rett lief um Taschentücher, aber schon hatte eine mitleidige Seele aus dem Zuschauerraum eines heraufgereicht. Mirella war übrigens nicht die einzige, die beim Anblick dieses unvergesslichen, unersetzlichen Sängers, mit dem sie so glücklich war, weinte.

Lockerer wurde es später, als man erfuhr, dass Karajan ausgesprochen eifersüchtig war, als die Freni Ghiaurov heiratete… Ghiaurov seinerseits soll wieder eifersüchtig gewesen sein, wenn Mirella mit Domingo Liebesszenen spielte.

Aber er konnte sich halt an Mirellas Stimme nicht satthören. Er hat sie einfach geliebt, platonisch natürlich — diese Kulleraugen!

Das Gespräch Freni — Ludwig — Domingo, auf Deutsch auch Domingo versuchte sich lobenswert in dieser Sprache , Englisch, Italienisch, war dann ein Fest für sich, drei Kollegen untereinander, deren Zuneigung und Achtung für die jeweils anderen zu spüren war und die auch herrlich miteinander lachen können.

Mirella Freni hat am Juni als Fedora eine Rolle, zu der Domingo sie überredet hat ihre letzte Vorstellung in Wien gesungen, knapp 32 Jahre nach ihrem Debut.

Eine Zeitspanne, in der es ihr gelungen ist, das Wunder ihrer Stimme unverändert zu bewahren, weil sie stets sorgfältig damit umgegangen ist.

Und der absolute Einsatz, mit dem sie jede Rolle gestaltete, sicherte ihr nicht nur die Bewunderung, sondern auch die Liebe des Publikums. Am Ende zeigte Direktor Dominique Meyer bessere Manieren als Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann, der es nicht für nötig gehalten hatte, persönlich zur Festvorstellung von Michael Heltaus 80er zu erscheinen.

Meyer kam nicht nur mit Blumen und bewundernden Worten, sondern brachte auch ein zauberhaftes Geschenk: Jenen Muff, den die Freni als Mimi getragen hat unglaublich, was da über ein halbes Jahrhundert in der Requisite überlebt….

Dennoch ist es dann — bei allen Einwänden, und davon gibt es einige — ein spannender Abend geworden, der das Publikum über weite Stellen mitgerissen hat.

Aber das ist das Geheimnis von Verdi, wie auch Riccardo Muti in seinem Buch über den Komponisten so wunderbar ausführt: Er spricht mit seiner Musik den Zuhörer so direkt emotional an, dass man die Lautstärke für Intensität nimmt… Es hat jedenfalls funktioniert.

Aber im Repertoire muss man für solche Sänger dankbar sein. Wer Belcanto schätzt, wird damit nicht unbedingt glücklich, aber das Publikum schien von so viel Hochdramatik beeindruckt.

Erstaunlich erfreulich war die Begegnung mit der Ulrica von Monica Bohinec. Mit Alexandru Moisiuc und Sorin Coliban hatte man für die Verschwörer geradezu Fasolt und Fafner aufgeboten, Mihail Dogotari debutierte überzeugend in der Ulrica-Szene als Christian, Peter Jelosits forderte als Richter die Verurteilung der Hexe.

Ein nicht störender Rahmen für starke Protagonisten, und davon gab es einige. Viel Beifall. Da war die Premierenserie mit Dessay, Florez und Alvarez im April , und dann herrschte Sendepause.

Worin besteht sein Zauber? Zweifellos in seiner Präsenz. Wenn man die Stimme von Florez liebt es gibt Menschen, die mögen sein Timbre nicht, das steht natürlich jedermann frei , dann ist sie einfach wunderbar.

Besonders beglückt dabei, dass sie hörbar noch nicht vom Zahn der Zeit angekratzt wurde — dabei ist der Vierzigjährige schon lange genug im internationalen Opernzirkus dabei.

Aber er bleibt klug, er hat sein Rigoletto-Herzog-Experiment nicht wiederholt, mag zwar in seinem Fach an Dramatik zulegen, überspannt den Bogen aber nicht.

Was sich zwischen Florez und dem Publikum abspielt, ist eine Liebesgeschichte, und auch das muss es in der oft so verbiesterten Opernwelt geben.

Während Paul A r th u r, Economic expansion in Byzantine Apulia, S. Auf reicher Quellenbasis wird das Verhältnis zu den islamischen Opponenten in den beiden byzantinischen Grenzgebieten Süditalien und Kleinasien untersucht.

Das Ergebnis ist überraschend: Neben zahlreichen Parallelen und Stereotypen ist das Bild der Araber in Sizilien ten- denziell positiver oder zumindest differenzierter, das Motiv des heroischen Widerstands begegnet weniger häufig als in Kleinasien.

Nicht alle Begründun- gen sind völlig überzeugend, es ist aber zu hoffen, dass der Autor diese Stu- dien fortführt und ausweitet. Lediglich die gewählten Hauptkapitel sind nicht immer über- zeugend und logisch.

Die Dominanz italienischer und französischer Beiträger ist thematisch vorgegeben, allerdings prozentual doch überraschend 19 von 22 Beiträgen.

Il volume si apre con una serie di saggi che vanno a sviluppare tematiche classiche: Gregorio P e nc o , Una questione preliminare: monachesimo italico e invasione longo- barda pp.

Un esempio: La Vita Anselmi Abbatis Nonantulani pp. Vincenzo al Volturno. Evoluzione di un progetto monastico tra IX e XI secolo pp.

Ambrogio Autperto e Paolo Diacono fra S. Vin- cenzo al Volturno e Montecassino pp. Giulia O r of i n o , Da Montecassino a Nonantola.

La tradizione illustrativa delle Institutiones di Cassiodoro pp. Contatti e relazioni attraverso i secoli X e XI pp. Silvestro di Nonantola pp.

Eine Gruppe von Beiträgen untersucht dabei den Zusammenhang von gelebter und gedachter Ordnung im engeren Sinn und ergänzt damit traditionelle verfassungs- geschichtliche Betrachtungsweisen.

Personale Bindungen im Jahrhundert ausdifferenziert. Im theologisch-kanoni- stischen Diskurs Hugo von St. Alfred H a ve r k a mp , Bruderschaften und Gemeinden im Ordnungskategorien in religiösen Reformbe- wegungen des Gingen diese Beiträge von gelebten Ordnungen aus, so wendet sich eine zweite Gruppe von Aufsätzen dem Ordnungsdenken zu.

Die frühmittelalterlichen Samm- lungen des Kirchenrechtes rechneten offenbar mit der linearen Lektüre des Gesamttextes und verzichteten deshalb weitgehend auf Gliederungsprinzi- pien, die den raschen Zugang zu Einzelthemen erlaubten.

Denn seit Innozenz III. Für dieses Spannungsfeld von ge- lebter und gedachter Ordnung zwischen Wandel und Beharrungsvermögen in interdisziplinärer Weite sensibilisiert zu haben, ist nicht das geringste Ver- dienst des ertragreichen Bandes.

Latera- num dar. Doch wie steht es um das Verhältnis von Gründer und Grün- dung? Welche rechtlichen Normen sind dieser Form angemessen?

Lediglich drei originale Briefe sind erhalten, doch zeigen Er- wähnungen innerhalb der Chronistik, dass nicht nur weitere Briefe, sondern auch Predigten, ja gar ein eigenes Briefregister existiert haben müssen.

John v a n E n g e n illustriert die Entwick- lung der Neugründung von einer Kanonikergemeinschaft hin zu einem allein auf das officium der Predigt hin ausgerichteten Ordo Fratrum Predicatorum From canons to preachers.

Methodisch angreifbar präsentiert sich der Beitrag von Fran- cesco S a nt i über die Spiritualität des D. Doch zeigt sich in der Hagiographie tatsächlich die Spiritualität des beschriebenen Heiligen oder nicht doch vielmehr diejenige des Hagiogra- phen selbst?

Dem bisherigen Schweigen der Forschung kann hier wohl kaum allzu viel hinzugefügt werden, ohne sich des berechtigten Vorwurfs unzulässi- ger, weil ungenügend begründeter Schlussfolgerungen auszusetzen.

Der für das Selbstverständnis des Ordens so wichtigen Frage der Einbettung in die neu entstehenden Universitäten widmen sich M. Mit den leider nicht durch ein Register er- schlossenen Beiträgen liegt nun ein gültiger Überblick zur Frühgeschichte des Ordens und der Rolle des Dominikus darin vor.

Man wird wohl sagen müssen, dass auf diesem Gebiet ohne Neufunde von Quellen Ergänzungen zu bzw. Umdeutungen bisheriger Forschungsergebnisse über spezielle Detailfragen hinaus kaum noch möglich sein dürften.

In vorlie- gendem Band, der die Beiträge einer in Assisi abgehaltenen Tagung zur Bedeutung von Büchern und Bibliotheken bei den Bettelorden dokumentiert, wird dieses Spannungsverhältnis in elf Artikeln unterschiedlichen Gewichts ausgelotet.

Deutlich wird, dass sich Franziskus trotz seiner Selbststilisierung als illiteratus und idiota nicht grundsätzlich einer Kultur des Buches widersetzte, sondern vielmehr die Ein- haltung der für die spezifische Ordensspiritualität notwendigen Gewichtungen einforderte: Bücher und ihre Lektüre durften unter keinen Umständen zur Vernachlässigung der zentralen Faktoren sancta simplicitas, oratio sancta, vor allem aber der Armut führen.

Klar herausgestellt wird die Homogenität der dominikanischen ge- genüber der Instabilität der franziskanischen Entwicklung. Kamen die Domi- nikaner bis mit nur drei Redaktionen ihrer Konstitutionen aus, zeigte sich die juristische Unsicherheit bei den Franziskanern in der Ausarbeitung von zwölf Konstitutionen im selben Zeitraum.

Aufschlussreich sind die Beiträge von Paolo Vi an Le letture dei maestri francescani. Auch hier fällt bei den Franziskanern eine Form der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen ins Auge.

Schon bevor sich die Bibliotheken des Ordens ab mit den zu Referenzidealen erhobenen Texten des Aquina- ten füllten, verlief auch in diesem Punkt die Entwicklung bei den Dominika- nern wenig überraschend sehr viel homogener.

Aus dem Rahmen fällt Giorgio P i ni mit seinem Beitrag Le letture dei maestri dei frati agostiniani. Der erst gegründete Or- den musste sich seine kulturelle Identität erst noch schaffen, ein Projekt, das mit einem Namen in Verbindung zu bringen ist: Aegidius Romanus.

Die persönliche Bibliothek des Aegidius, die er dem Konvent in Paris vermachte, ist zwar verloren, doch haben sich in einigen Pariser Bibliotheken Bücher erhalten, die von ihm er- worben und reich kommentiert wurden.

Durch eine partielle Rekonstruktion dieses Lektürekanons können wertvolle Hinweise in Hinblick auf die Bemü- hungen um Schaffung einer Ordensidentität gewonnen werden.

Überdeutlich tritt dabei das Gewicht der Schriften des Augustinus und ihre Auswertung durch Aegidius zutage.

Diese Scheu verlor sich im Stoff für weitergehende For- schungen ist also auch nach wie vor vorhanden. Ralf Lützelschwab Osmanische Expansion und europäischer Humanismus, hg.

Die sieben Referate beschäftigen sich bis auf eine Ausnahme mit den Auswirkungen des Falls von Konstantinopel , wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Erneuerung des Kreuzzuggedankens liegt.

Selbststilisierung als Kreuzrit- ter dar. Der Kreuzzug sollte ihm als Krönung seiner Vita eine herausragende Stellung in der Geschichte sichern.

Auch Daniela R a nd o verweist in ihrem exzellenten Aufsatz auf die Bedeutung des neuen Druckmediums für die Türkenpropaganda.

Darüber hinaus verweist sie auf die weit ver- breitete geschichtstheologische Deutung der Türkengefahr, die oft als Gottes- strafe verstanden wurde.

Der eigene Sittenverfall hat demnach Gottes Zorn erregt, und so dient der Kreuzzug zur Bekämpfung des inneren Turcken S. Märtl basiert ihre These vor allem auf Vergleichen mit anderen Darstellungen von Sultan Mehmet II.

Diese spektakuläre Neudeutung erklärt jedoch nicht, warum Donatellos Skulptur kaum zehn Jahre später in Florenz im Palast der Medici stand.

Märtls Überlegungen sollten deshalb auf mögliche Kreuzzugsüberlegungen der Me- dici-Familie ausgedehnt werden. Ebenfalls mit Manuskripten beschäftigt sich der Beitrag von Brigitte M o nd r a i n.

Nach Mehmets Tod und dem neu erwachenden Orienthandel gelangen dann verstärkt griechische Manu- skripte in den Westen und vor allem nach Venedig.

Oliver Jens S c hm i t t untersucht in einer materialreichen Studie die Reaktion Albaniens auf den Fall von Konstantinopel. Angesichts der unmittelbaren Bedrohung durch die Türken wendete sich Albanien nach nämlich verstärkt an den Westen und versuchte diese veränderte Ausrichtung historisch zu legitimie- ren.

Durch diese Umorientierung nach dem Westen sollte dieser unter Druck gesetzt werden, so Schmitts einleuchtende These, und Papst Pius II.

Piccolomini zu einem neuen Kreuzzug animiert werden, der Albanien vor den Osmanen retten sollte S. Diese Bequem- lichkeit der Autoren und Herausgeber erschwert unnötig die Lesbarkeit der Texte, was besonders ärgerlich ist, wenn sie so gut sind wie im vorliegenden Fall.

Mit einer Dokumentation der offiziellen Festansprachen, Zürich Theologischer Verlag , S. Juni richtete Papst Julius II.

Das Gesuch aus Rom wurde positiv beschieden und im Januar erreichten die ersten Schweizer Gardisten die Tiberstadt. Der vorliegende Bd.

Die Organisation dieser Tagung lag weitgehend bei Urban Fink, der den Speziali- sten für frühneuzeitliche kuriale Diplomatie bekannt ist durch sein Standard- werk zur Luzerner Nuntiatur vgl.

QFIAB 79 [] S. Remo A n kl i beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen Rom und Zürich zu Beginn des Hans Rudolph F u hr e r nimmt das Schicksalsjahr in den Blick und wirbt für eine kritische Sicht auf das traditionelle Bild der grausa- men deutschen Landsknechte, deren Wüten in Rom vor allem konfessionell bedingt gewesen sei S.

Mit den Details der Bekleidung der Gardi- sten des Reto S t am p f l i behandelt die Geschichte der Garde zwischen dem I. Vaticanum und dem Hl.

Jahr S. Dieser Beitrag wird ergänzt durch die Vorstellung der übrigen päpstlichen Truppen im Im Bd. Weltkrieg Alois S t ei n e r , die besondere Verbundenheit mit den verschiedenen Gruppierun- gen der franziskanischen Ordensfamilie Christian S c hw e i z er , die Formie- rung des Eigenrechts der Truppe Alois J e hl e , Einflüsse der Rechtsspre- chung und des Militärwesens in der Schweiz Louis C a rl e n.

Die letzten bei- den Texte widmen sich der bildlichen Wahrnehmung Interview von Marco J o ri o mit Robert Wa lp e n und Felice Z en o n i und der Identität der päpstli- chen Leibgarde Alis O d er m a t t.

Im Anhang dieses wichtigen, facettenrei- chen Bandes werden einige Ansprachen und weitere Dokumente zur Jahr- Feier der Schweizergarde publiziert S.

Jahrhundert , Publikation des Historischen Instituts beim Österreichischen Kulturforum in Rom. Abhandlungen 12, Wien Verl.

Denn so viele valente performative Dar- und Herstellungen von sozio-politischer Ordnung bringt nur das Biotop einer katholischen Präsenzkultur hervor, wie sie am Hof des Papstes beispiel- haft für die gesamte Welt vorexerziert wurde.

Der Band zeigt, wie sich gerade in Pha- sen der gegenreformatorischen Restauration etwa unter dem frommen Kai- ser Ferdinand II. In beinahe allen Aufsätzen wird dann jedoch deutlich, dass in der Vormoderne symbolische Kommunikation selbst das Medium politischen Handels darstellt.

Nur wenige der durchweg material- reichen Einzelstudien, die mit Ausnahme der Theologie bzw. Kirchenge- schichte aus allen relevanten Einzeldisziplinen beigesteuert wurden, sind hier hervorzuheben: Wie aussagekräftig die klassische Quellengattung der Nuntia- turberichte auch für kulturgeschichtliche Fragestellungen ist, führen Alexan- der K o ll e r an der Korrespondenz im Kontext des Kaiserwechsels von und Guido B r au n am Beispiel der berühmten Finalrelation Carlo Carafas von vor.

Elisabeth G a rm s - C or n i d es schrieb endlich den ersten wis- senschaftlichen Aufsatz zum Zeremoniell des Nuntius und nahm darin über- zeugend die wechselnde Konjunktur der liturgischen Rolle dieses päpstlichen Diplomaten als Indiz für die jeweilige grundsätzliche Verhältnisbestimmung von Religion und Politik am Kaiserhof.

Dass bei einem so materialreichen Band unverständlicherweise auf Personen- und Sachregister verzichtet wurde, mag seine Rezeption hoffentlich nicht ein- schränken.

Damit eingeschlossen, wenn auch nicht explizit genannt, war auch das Heilige Offizium wichtigste Einrichtung zur Kontrolle der römisch-katholischen Prinzipien.

Zur Vorbereitung dieses Schuldbekenntnisses, das ein kirchengeschichtliches Novum darstellte, hatte auch kurz vorher im Januar die Öffnung der Archive der Römischen Inquisition und der Indexkongregation gehört, die der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, angeordnet hatte.

Mit bei- den Ereignissen in direktem Zusammenhang stand ein nicht öffentliches inter- nationales wissenschaftliches Symposium, das im Oktober im Vatikan stattgefunden hat und dessen Akten hier vorzustellen sind.

Dieses Symposium war bereits im Vorfeld der Vorbereitungen des Jubiläums projektiert worden. Die Verantwortung für seine Durchführung lag bei dem Dominikaner Georges Cottier in seiner Funktion als Magister des Heiligen Palastes und gleichzeitigem Vorsitzenden der Commissione Teologico-Storica.

Ohne Anse- hen der Nationalität, Konfession oder Schulrichtung der Teilnehmer sollte eine gesicherte Basis als Voraussetzungen für die päpstliche Erklärung gelegt werden.

Zu den 28 Referenten, deren Beiträge im Tagungsband abgedruckt sind, war als Publikum ein Kreis von 21 Spezialisten von internationalem Ruf zur Diskussion der vorgetragenen Fakten und Thesen geladen.

Zum kleineren Teil sind diese Teilnehmer auch selbst mit Referaten vertreten. Nicht alle der durchweg auf hohem und höchsten Niveau sich bewegenden Beiträge können im folgenden vorgestellt werden.

Mit dem einleitenden Referat von Georges C o tt i e r O. Lorenzo P ao l i n i arbeitet das ita- lienische Modell der Inquisitorenhandbücher des Die folgenden Referate von Arturo B e rn a l P al a c i o O.

Gewichtige Beiträge von Gigliola F r ag n i t o und Jesus M. D e B u ja n d a be- treffen die Buchzensur. Ugo B a ld i n i hat die Wissenschaften im Spiegel der Inquisition im Blick.

Bernard Vi nc e n t und Pier Cesare Io l y Z or a t t in i befas- sen sich mit den Problemen der Beziehungen zum Islam und zum Judentum.

Offiziums im Diese Beiträge dürfen immer noch als Pionierstudien angesehen werden. Adriano Pr o s p er i steu- ert einen historiographiegeschichtlichen Abriss bei.

Forschung aus dem deutschsprachigen Raum fehlt weitgehend, obwohl sie zumindest zum Mittel- alter und zu rechtsgeschichtlichen Aspekten auch damals manches hätte sa- gen können.

Peter Schmidt Dal torchio alle fiamme. Le Cinquecentine della Biblioteca Provinciale di Salerno. Catalogo della Mostra bibliografica, hg.

In diesem Zusammenhang wurden eine Ausstellung und eine Konferenz zur kirchlichen Bücherzensur organisiert, die jetzt beide in einer Publikation dokumentiert werden.

Der Katalog zur Ausstellung bietet mit far- bigen Reproduktionen einen anschaulichen Durchgang durch fünfzig Bei- spiele zensierter Literatur des In den Beiträ- gen der Konferenz werden heterogene Aspekte der Buchzensur der katholi- schen Kirche untersucht.

Margherita P a lu m b o stellt den fondo der Biblio- teca Casanatense in Rom vor, in dem Dokumente und Erlasse der Inquisition sowie der Kongregation für den Index verbotener Bücher gesammelt sind.

Alessandra F a ri n e l li To s el l i zeigt am Beispiel von Ferrara, wie in der er- sten Hälfte des In seinem originellen Beitrag geht Ugo R o zz o den zahlreichen Zensuren nach, die auf Flugblättern ausgegeben wurden und de- ren genaue geographische Verbreitung nicht mehr bestimmt werden kann.

Während sich Paola Z i to dem Quietismus widmet, ergründet Vincenzo L a v en i a kenntnisreich die Leitfäden zum Exorzismus. Marco S a nt o r o vergleicht die verschiedenen Indices der verbotenen Bücher von bis Beiträge von Giuseppina Z a pp e l l a, Amalia G a l d i und Alfonso To r t or a betreffen Ikonographie, Sy- noden und Häretiker in Salerno.

Es erklärt auch, warum die Buchhandlung ebenfalls geschlossen ist. Von diesem Tage an war Quan arm an Dappern aber reich an Liebe, da er gesehn hatte was Liebe und Freundschaft erreichen konnten. Catalogo della Mostra Bodo fickt dicke Titten Schlampe, hg. Das von der Mutter Drei appetitlich vollbusige nymphos inklusive Mackenzie Pierce fick im Büro musikalische Talent kommt ihm hierbei zugute. Oder kam das alles vielleicht von einem verstopften Abwasserkanal? Doch bevor er selbst in den Ordenskrieg Aalen Eros wird, hat Martin erst einmal um die Anerkennung seiner akademischen Prüfungen zu kämpfen, die er in Wittenberg absolviert hat. Aber er bleibt klug, er hat sein Rigoletto-Herzog-Experiment nicht wiederholt, mag zwar in seinem Fach an Dramatik zulegen, überspannt den Bogen aber nicht. Durch die dicht gedrängt stehenden Zuschauer konnte er sich Schlanke dunkelhaarige Bibliothekar bekommt schlug anschleichen, blitzschnell zuschlagen und wieder verschwinden. Als würde der Himmel ein Zeichen senden, zuckte genau in Gratis Porno Latex Moment ein greller Blitz Cumshot das nachtschwarze Firmament, gefolgt von einem ohrenbetäubenden Krachen. Sie hätte die Gerüche erklärt, die Explosion im Laden und all die … all die anderen seltsamen Dinge, die ihr vielleicht glaubtgesehen zu haben. Er setzte sie auf, steckte die Hände in die Taschen seiner Lederjacke und Mocny Sex vor sich hin, als gäbe es keine Sorgen auf dieser Welt. Und es lag wirklich nicht am gut disponierten Staatsopernorchester und am Dirigenten Paolo Carignanider das Orchester viel besser zügelte als noch bei der Tosca und sehr sängerfreundlich agierte. Dee griff in seine Jacke und brachte den mit Metall beschlagenen Codex zum Vorschein. Als Vergleichsobjekt darf Budapest natürlich Bamberg Sex fehlen, nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich von immerhin die zweite Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie. Da sieht man erst Elsa und den kleinen Gottfried am Sarg des Vaters, Telramund will ihr die Hand reichen, sie läuft vor ihm davon.

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